Im Zusammenhang mit den Schreckensnachrichten aus Japan gerät leicht aus dem Blickfeld, dass es viele andere Regionen in der Welt gibt, die ebenfalls katastrophale Zustände ertragen müssen. Die Nachrichtenticker laufen heiß: Libyen, Elfenbeinküste, Jemen, Fukushima …
In diesen Tagen erinnerte Herr Carsten Dirks in der Aula des NGO an ein anderes Erdbeben-Ereignis vor einem Jahr: Haiti! Es ist nämlich wichtig, das Elend dieser schönen Karibikinsel ebenfalls nicht aus dem Blick zu verlieren. Herr Dirks formulierte es so: „Love it, or leave it?” Man darf ein Projekt nicht im Stich lassen, um andernorts zu helfen, da so gewachsenen Strukturen zerstört werden. Und die Hilfe in Haiti wird dringend benötigt. Auch ein Jahr nach dem Erdbeben sind weite Teile des Landes noch zerstört – und viele Kinder haben ihre Familien verloren. Darum kümmert sich nun (neben anderen Hilfsorganisationen) „Kinder in Haiti e.V.“, gegründet vom Oldenburger Psychologen Ludger Kortmann.
Es ist wichtig, dass die Kinder Hilfe vor Ort bekommen, sodass sie nicht aus ihrer Heimat herausgerissen werden, wodurch ihnen auch das letzte genommen würde, was sie noch haben. Um ein Kind in Haiti zu versorgen, braucht es nicht viel: lediglich zwei Euro am Tag. Hierfür erhält das Kind alles, was es braucht – von der täglichen Mahlzeit über Kleidung bis hin zu psychischer Unterstützung.
Und was bedeutet nun „Timaun an Ayiti“? Es bedeutet nichts anderes als „Kinder in Haiti“. (08.04.2011) |