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Nachwuchsforscher des Neuen Gymnasiums sind auch in Osterferien aktiv: Vier Schüler der Klasse 9d messen auch in diesen Tagen die Radioaktivität auf dem Schulgelände an der Alexanderstraße.
Ausgehend vom Reaktorunfall in Fukushima stellte sich für Charlotte Hedderich, Alexey Terentyev, Hanna Gloystein und Finn Heinsohn im Physikunterricht die Frage, ob die in Japan austretenden radioaktiven Stoffe auch Auswirkungen in Europa hätten. Dazu stellen sie schon seit Mitte März eigene Untersuchungen an. Mit einem einfachen Geigerzähler werden Aktivitäten in der Luft und am Boden gemessen.
Durch einen aufgebauten Kontakt ihres Physiklehrers Dr. Bernhard Sturm können die Schüler ihre Werte mit denen der Gesamtschule Gießen-Ost, wo ebenfalls gemessen wird, vergleichen.
Bislang bewegen sich die Messwerte auf dem Niveau der natürlichen Radioaktivität. „Die Messwerte haben sich sowohl bei uns als auch in Gießen nicht wesentlich geändert“, berichtet Alexey Terentyev.
Die Schüler erhielten noch zusätzliche Motivation durch ihre Beteiligung am Wettbewerb „Ideen-Flug – Wie fliegen wir in Zukunft durch die Luft und im All?“, der vom Luftfahrtkonzern EADS und der Jugendzeitschrift „Spiesser“ veranstaltet wird. Hierzu haben sie ihre Messungen in den Zusammenhang der Flugsicherheit gestellt, denn wie jetzt in Japan, gab es auch im Vorjahr beim Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island schon Beeinträchtigungen des Flugverkehrs durch Partikel in der Luft. In der Gesamtbetrachtung kommt die Gruppe zum Schluss, dass Wetterstationen an den größten deutschen Flughäfen mit Messgeräten für gefährdende Partikel erweitert werden sollten, um Gefahren für Piloten, Passagiere, Mitarbeiter und Anwohner abzuwenden.
Ihre regelmäßigen Messungen wollen die Schüler bis zu den Sommerferien fortsetzen. (21.04.2011) |