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Am 31. August 2011 hatte der Fachobmann Achim Hinrichs alle Physikkolleginnen und -kollegen des Neuen Gymnasiums zu einer ganztägigen Fortbildung mit Herrn Kirsch von der Firma Leybold Didactics GmbH eingeladen, um gemeinsam elektronische Messwerterfassungen zu trainieren und neue Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht kennenzulernen. Mit dabei waren auch Frau Wiechmann und Herr Freye, die beide in diesem Schuljahr neu an das NGO gewechselt sind.
Messsystem CASSY
Das Computer Assisted Science SYstem (CASSY) ist ein von der Firma Leybold entwickeltes Messwerterfassungssystem für den Physik-, Chemie-, Biologie- und Technikunterricht. Es besteht im Wesentlichen aus einem Sensor-Cassy, das mit einem Leuchtanzeigemodul verbunden werden kann oder dessen Werte über die CASSY Lab-Software mit einem Rechner ausgewertet werden können. Zudem ist das System mit einer Reihe von speziellen Sensorboxen erweiterbar. Am NGO sind Komponenten dieses Systems in den Fachgruppen Chemie und Physik vorhanden. Mit ihnen kann eine Vielzahl von Daten in Form von elektronischen Einzelwerten oder Messreihen zügig gewonnen werden, die ansonsten nur schwer oder mit erhöhtem Aufwand zugänglich sind.
Praktische Übungen
Herr Kirsch führte die Fachgruppe zunächst in einem Vortrag in das Auswertesystem ein. Dabei stellte er unter anderem auch experimentelle Beispiele vor, die direkt in der Software anwählbar sind. Anschließend hatten alle Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, schon am frühen Morgen aufgebaute Versuche aus der Mittel- und Oberstufenphysik über eine Erfassung im CASSY-System durchzuführen. Mit der Basisversion des CASSY-Sensors konnten die Messgrößen Spannung und Stromstärke erfasst werden. Zudem sind am NGO Sensoren für Kraft- und Bewegungsaufnahmen, die Arbeit mit Lichtschranken und die Messung sehr kleiner Spannungen vorhanden. Mit der Chemie-Box können außerdem Leitfähigkeit, pH-Wert und Temperatur aufgenommen werden. Untersucht wurden von den Kolleginnen und Kollegen in den Experimenten u.a. die Auf- und Entladung eines Kondensators, Bewegungen über Lichtschranken, Kennlinien elektronischer Bauteile, das Magnetfeld einer Spule (in Kombination mit Oberstufen-Experimentierkästen), Schwingungen einer Feder über den Kraftsensor, Spannungsstöße nach dem Faradayschen Induktionsgesetz oder die Zündtemperatur eines Streichholzes.
Perspektiven
Die Fachgruppe konnte ihr Wissen um dieses Messwerterfassungssystem vertiefen. Hilfreich war bei der Durchführung der Fortbildung auch das Vorhandensein der Projektionsmöglichkeit der erfassten Daten an der elektronischen Tafel, wie sie nach dem Umbau aller Physikräume voraussichtlich in allen Fachräumen vorhanden sein wird. Das Erfassungssystem soll hinsichtlich der Spezialsensoren und der Anzahl der Schülerarbeitsplätze stetig erweitert werden. Die Fachgruppe dankt Herrn Kirsch für die interessante Fortbildung, aber auch Herrn Karth für die Installation der Software. (6.9.2011)
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