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Haiti: Love it, don’t leave it PDF Drucken
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haiti3Am 12. Januar 2010 um 16:53 Uhr bebte in Haiti, auf der schönen Karibikinsel Hispanola, die Erde. Mit über 250.000 Toten ist es eines der schwersten Erdbeben der Welt. Eine Welle der Hilfsbereitschaft macht sich breit – und auch das NGO zeigt sich solidarisch: gleich mehrere Klassen engagieren sich, malen Plakate, backen Kuchen, bauen Verkaufsstände auf und laufen mit Spendenbüchsen durch die Pausenhalle.

Die Klasse 8b überlegte nach dieser Aktion, welcher Organisation man das Geld spenden sollte – nach einigen Vorschlägen des Klassenlehrers einigte man sich schnell auf die "Kinder in Haiti e.V.", gerade weil es die Organisation eines Oldenburgers ist und weil hier Kindern geholfen wird, die besonders unter der Situation leiden und an Zahl zunehmen.

Haiti Kinderhilfe

Etwas über ein halbes Jahr nach dieser Aktion besuchte Herr Carsten Dirks von "Kinder in Haiti e.V." das NGO, um knapp 200 Schülern in der Aula über die Arbeit vor Ort zu berichten. Konzentriert hörten die Schüler, wie Herr Dirks von der Geschichte des Landes erzählte, die gekennzeichnet ist von Armut, Unterdrückung und Gewalt. Aktuell sind mehr als die Hälfte der Haitianer arbeitslos, die meisten sind Analphabeten, die wenigsten haben eine Chance, ihrem Elend zu entkommen. Selbst der Tourismus, der im Osten der Insel, der Dominikanischen Republik, boomt, kommt in Haiti nicht auf Touren. So ist die Schönheit der Insel nur von Ferne zu sehen – wenn Herr Dirks seine Fotos zeigt, die näher ins Detail gehen, sieht man, warum man vom „Armenhaus Lateinamerikas“ spricht: rostige Wellblechhütten, die dem nächsten Hurrikan nichts entgegenzusetzen haben, Verkaufsstände, die (mit westlichen Augen betrachtet) Müll als Ware verkaufen, gebrochene Menschen, die neben der offenen Kanalisation einer aufgebrochenen Straße sitzen.

„Slum der verlorenen Kindheit“

haiti1Dann berichtete Herr Dirks vom „Slum der verlorenen Kindheit“, von den Ärmsten der Armen, den so genannten Restavecs. Das Wort leitet sich aus dem frz. „Rester avec“ und bedeutet eigentlich nichts Anderes, als „bei jemandem bleiben“. In Haiti hat es eine bittere Bedeutung, hier heißt es, dass Kinder geknechtet, versklavt werden. Ein Restavec zu sein bedeutet, geschlagen zu werden, von der eigenen Familie verstoßen worden zu sein. Es bedeutet, keine Rechte mehr zu haben, es bedeutet, kein Kind mehr sein zu dürfen. Und gerade nach dem 12. Januar sei es, so Dirks, gerade für die Kinder extrem dramatisch, denn viele seien als Waise verdammt, ein Restavec zu werden. Deswegen darf man Haiti nicht vergessen, um der Kinder willen, um dem Land einen Hoffnungsschimmer zu geben."Kinder in Haiti e.V." ist entschieden, den Kampf gegen diese erbärmliche Situation weiterzukämpfen. Man kann Haiti nicht den Rücken kehren. (22.08.2010)

 

Weblinks zum Thema
  • Kinder in Haiti - 10 Jahre Waisenheime in Haiti
    Das Neue Gymnasium ist für Inhalte externer Angebote nicht verantwortlich.
 
 

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