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Die Kursfahrt der beiden Geschichtskurse mit erhöhtem Niveau führte in diesem Jahr nach Sankt Petersburg.
Warum Sankt Petersburg?
Im letzten Jahr schlug die Fachgruppe Russisch des Neuen Gymnasiums vor, eine Projektpartnerschaft mit einem russischen Gymnasium aufzubauen, die alle Fachbereiche mit einbezieht und sich von der Eingleisigkeit der Sprachenschiene Deutsch – Russisch löst.
Der Fachbereich Geschichte bekundete den Wunsch, ein Projekt in St. Petersburg durchzuführen und so eine Verknüpfung mit dem Thema des Zentralabiturs 2011 in Niedersachsen ‚Russland und die Sowjetunion’ herzustellen.Das Petersburger ‚Lyzeum 144‘ zeigte sich sehr interessiert und so reiste im November 2009 eine dreiköpfige Lehrerdelegation des NGO nach Sankt Petersburg. Der Gegenbesuch in Oldenburg fand im Februar dieses Jahres statt. Bei diesen Treffen wurde der Besuch der Geschichtskurse von beiden Seiten als sehr guter Einstieg in eine aufzubauende Projektpartnerschaft befürwortet. Dass die Unkosten unterhalb der im Fahrtenerlass des NGO festgelegten Grenze bleiben konnten, ist der Stiftung ‚Deutsch -Russischer Jugendaustausch‘ zu verdanken, die die Fahrt finanziell großzügig unterstützte.
Schwerpunkt des Besuches in Sankt Petersburg war der gemeinsam vorbereitete Projekttag am Mittwoch, 06. Oktober. Nach einer Führung durch das Lyzeum begann in der Aula die Eröffnung mit mehreren geladenen Gästen. Der Begrüßung durch die Schulleiterin Frau Vera Knyazewa folgte ein Vortrag von Alexis Kulegin, Professor der historischen Wissenschaften am ‚Staatlichen Museum für Politische Geschichte Russlands‘, in dem er seine Forschungen zur Oktoberrevolution erläuterte. Herr Max von Hahn, Kultur- und Pressereferent am deutschen Generalkonsulat in Sankt Petersburg, hob die Bedeutung der angestrebten Partnerschaft für beide Schulen und beide Länder hervor.
In der sich anschließenden Projektarbeit beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler in sieben Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Interpretationsansätzen zur russischen Revolution in deutschen und russischen Geschichtsbüchern. Die Aufführung eines speziell für unseren Besuch einstudierten Theaterstücks in deutscher Sprache rundete den Tag ab. Hervorzuheben ist schließlich die Arbeit von Frau Alla Siborowa, die unserer Gruppe während der Stadtrundfahrt, einer Bootstour und der Führung durch die Eremitage hervorragende Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart von Sankt Petersburg gewährte.Bereichert mit persönlichen Eindrücken von der Stadt und der Schule kehrten wir nach Oldenburg zurück. Also kann an alle interessierten Klassen und Fachbereiche an unserer Schule nur die Aufforderung folgen: Auf nach Petersburg, auf zum ‚Lyzeum 144‘! (17/07.11.2010)
Achim Ristig, Ursula Janßen-Beelen, Lutz Gärtner /NGO
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