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Normalerweise sind es die Jüngeren, die sich der Kritik der Älteren stellen müssen. In diesem Fall läuft es genau andersherum: Die Romane von vier französischen Autoren – allesamt Anwärter auf den „Prix des lycéens d’Allemagne 2011“, der jährlich auf der Leipziger Buchmesse im März vergeben wird – werden von deutschen Jugendlichen beurteilt.
Mireille Disdero, eine der Nominierten, hat ihr Buch am Mittwoch vor Schülern des Neuen Gymnasiums präsentiert. Natürlich auf Französisch.
Hintergrund: 22 Schulen beteiligen sich in Niedersachsen an dem Projekt, bei dem jede Schule im Februar ein Jurymitglied nach Hannover schickt. Eine Delegation wird dann im März nach Leipzig zur Buchmesse entsandt.
„16 ans et des poussières“ heißt der Roman von Mireille Disdero, in dem es um die Jugend und ihre Verirrungen, das Leben in Marseille und die erste Liebe geht. Ob diese Handlung am Ende für die begehrte Auszeichnung ausreicht, steht aktuell noch nicht fest. „In den letzten Jahren haben sich die Schüler für die Autoren entschieden, die vor allem gesellschaftliche Aspekte aufgegriffen haben“, sagt Françoise Crochot, Koordinatorin des Sprachprojekts auf Landesebene. Debattieren, argumentieren und dabei die Französischkenntnisse erweitern, sind die pädagogischen Ziele. |