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ToleranzLOTSE? Was soll das denn sein? Diese Frage stellten sich mehrere, die den Flyer von Jeanette Holzapfel eines Donnerstagmorgens von unserer Tutorin in die Hand gedrückt bekamen. Nur wenige machten sich die Mühe, das gute Stück überhaupt durchzulesen. Doch auf den zweiten Blick wirkte das geplante Projekt wirklich interessant.
Des Weiteren erschien es uns so, als könne es gerade Schülern wie uns, die kurz vor ihrem Abitur stehen, immens weiterhelfen, da Gruppenleiterqualitäten, freies Sprechen vor Gruppen und Leitung von Projekten gefördert werden sollten. Ebenfalls kann man bei Bewerbungen mit dem am Ende des Projektes ausgehändigten Zertifikat immer einen guten Eindruck machen. Man kann sich damit als Streitschlichter und Multiplikator einsetzen. Das klang vielversprechend. Also meldeten wir uns per E-Mail kurzfristig bei dem Projekt an.
Lehrreiche und unterhaltsame Stunden
Das erste Treffen fand am folgenden Mittwoch, dem 01.06. in der Helene-Lange-Schule statt. Bei Tee und Keksen bekamen wir das Pilotprojekt genauer vorgestellt, welches von den Oldenburger Studenten Gesche Fuhrmann, Jeanette Holzapfel und Mathias Gerr geleitet wurde. Alle drei hatten sich zuvor an der Universität Oldenburg zu „Trainern für Toleranz und Vielfalt“ fortgebildet. Nun wollten sie ihr Wissen mit uns teilen und begannen sofort mit ersten Kennlernspielen und Gesprächsrunden. Wir haben ausführlich über das Thema und über die kommenden Stunden sowie unsere Vorstellungen bezüglich des Projektes gesprochen. Unsere Themen für die nächsten zwei Monate sollten lauten: Vorurteile, Interkulturalität, Integration und Menschenrechte. Mit diesen haben wir uns in den folgenden Stunden dann auch ausführlich beschäftigt. Es wurde eine lehrreiche und weiterführende, aber vor allem unterhaltsame Zeit.
Einsatz für ein friedliches Miteinander
An drei Oldenburger Gymnasien setzen sich die Streitschlichter zurzeit erfolgreich für ein friedliches Miteinander ein. Seit Ende des letzten Schuljahres gibt es nun die ersten zwölf Toleranzlotsen: Sie kommen aus den Klassen 10 und 11 der Helene-Lange-Schule, des Neuen Gymnasiums und des Herbartgymnasiums.
Teilnahme mit Zertifikat belohnt
Diese Weiterbildung wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration gefördert und nach einer Qualifikation mit einem entsprechenden Zertifikat ausgezeichnet. (13/4.9.2011)
Sabrina Groth und Zekiya Göktas sind Schülerinnen des 12. Jahrgangs.
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