|
Auf uns, Schüler und Schülerinnen des 11. Jahrgangs, kommt sie immer schneller zu. Von allen Seiten hört man, wie wichtig sie ist, was man alles bedenken muss und wie man es am besten machen sollte. Wir hören von anderen so viel Verschiedenes und Neues, dass man dasteht und sich fragt, wie man das überhaupt schaffen soll. Auch wir, die Schüler/innen des Seminarfachkurses Biologie, machen uns so unsere Gedanken zu der Facharbeit zum Thema „Mittelmeer“.
Zuallererst benötigt man nur eins: ein sinnvolles Thema, für das man sich interessiert. Hat man dieses gefunden, sollte man sich schnell, aber gründlich auf die Suche nach Informationen und geeigneter Literatur machen.
Gute Facharbeit mit Google und Wikipedia?
Google liefert nicht unbedingt immer die seriösesten Quellen und aus einem Wikipedia-Artikel und den ersten drei halbwegs sinnstiftenden Google-Ergebnissen kann ich doch keine gute, fundierte Facharbeit schreiben…?
Wie suche ich am besten nach zitierwürdigen und seriösen Quellen, denen ich vertrauen kann?
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, machten wir uns auf den Weg in die Bereichsbibliothek Wechloy, die zusammen mit der Zentralbibliothek der Universität Oldenburg, der Bibliothek der Fachhochschule OOW und der Landesbibliothek das Bibliotheks- und Informationszentrum in Oldenburg bildet. Kurz BIS. Unser Kurs wird in der Bereichsbibliothek zum Thema „Mittelmeer“ recherchieren müssen, da diese die naturwissenschaftliche Literatur bereitstellt. Nur ältere naturwissenschaftliche Literatur ist neben den Geisteswissenschaften und anderen Fachgebieten in der Zentralbibliothek zu finden.
Wie genau komme ich denn an Literatur zu meinem Thema?
Um überhaupt Zugang zum BIS zu erhalten, benötigt man eine Mitgliedskarte. Mit dem Erwerb dieser ist man auch im Besitz eines eigenen Benutzerkontos, auf welches man über die ORBIS-Seite im Internet zugreifen kann. Gleichzeitig dient sie aber auch als Schrankschlüssel, da man die Bibliotheken nur ohne Jacken, Rucksack etc. betreten kann. Und falls man im ganzen Facharbeitsstress mal vergisst, seine Bücher abzugeben, kann man sie über dieses Konto entweder verlängern oder aber man kann sie an einem Schalter mit Geld aufladen und sein Strafgeld damit bezahlen. Allerdings dürfte das in unserem Fall nicht allzu oft vorkommen, da es sich bei der Bereichsbibliothek um eine Präsenzbibliothek handelt. Eigentlich darf mit der Literatur nur vor Ort gearbeitet werden und nur gekennzeichnete Literatur darf ausgeliehen werden, und das auch nur bis zum nächsten Tag. Also sollte man sich vorzugsweise die interessanten Seiten aus den Büchern am vorhandenen Kopierer für einen gewissen Geldbetrag herauskopieren. Neben den Büchern kann man in der Bibliothek auch mit dem Internet arbeiten, doch aufgrund der Rechtslage müssen sich Minderjährige dieses immer für eine kurze Zeit freischalten lassen.
Alles ist möglich im ORBIS
Will man die eher anstrengende Suche nach Büchern in den Regalen umgehen, empfiehlt es sich, die Internetplattform ORBIS zu nutzen. In dieser Datenbank sind alle Bücher und Zeitschriften der vier wissenschaftlichen Bibliotheken Oldenburgs registriert. Die so genannte Signatur verrät dem unwissenden Suchenden dann die Adresse des Buches in der Bibliothek (Bibliothek, Regal, Nummer) und ob die gewünschte Literatur momentan vorhanden ist oder ob man sie sich vormerken lassen müsste. Man kann seine Suche sehr allgemein oder auch konkret formulieren. Alles ist möglich im ORBIS-Recherchekasten – zumindest, was die Suche nach Literatur angeht. Von den Mitarbeitern werden wir immer wieder darauf hingewiesen, dass es sehr wichtig ist, sich nicht an dem eigentlichen Thema festzubeißen, sondern dass man sich Schlag- und Stichworte überlegt, um effektiv zu suchen. So kann man z.B. auch in verschiedenen Datenbänken nach diesen suchen und findet auf diese Weise auch einzelne Kapitel aus Büchern oder Artikel aus Fachmagazinen. Diese sind dann eventuell in der Bibliothek vorhanden oder im Internet als Volltext vorzufinden.
Es muss doch aber noch mehr Möglichkeiten geben, oder?
Diese Frage geisterte wahrscheinlich all denen durch den Kopf, die nach der kurzen eigenen Suche nach Literatur immer noch nicht erfolgreich waren. Und ja, es gibt noch mehr Optionen. Es gibt nämlich neben der allseits bekannten, beliebten, fast schon verehrten Suchmaschine Google auch noch andere, bzw. Erweiterungen. Die Suchmaschine „Google Scholar“ zum Beispiel liefert nur wissenschaftliche Ergebnisse, Literaturhinweise und Artikel. Trotzdem sollte man immer (!) darauf achten, dass Quellen zitierwürdig sind. Das heißt: Ich stelle die Vertrauensfrage! Sind Autor, Institution und Stand angegeben? Stimmen andere Quellen zu? Oder widersprechen sie?
Was ist noch zu beachten?
Nun noch einige – kurze – Informationen zu der Bereichsbibliothek an sich. Wie schon gesagt, darf man die Bibliothek nur ohne Jacken, Taschen usw. betreten und sollte sich außerdem der Arbeitsatmosphäre entsprechend verhalten. Also: nicht laut sein oder andere Besucher stören. Man will selber auch nicht gestört werden. Ein weiterer wichtiger Hinweis: Jeder ist für die auf seine Karte ausgeliehenen Bücher haftbar. Sollte man die Karte verlieren, - sofort sperren lassen. Es kommt außerdem immer wieder dazu, dass Bücher auf mysteriöse Art und Weise verschwinden. Doch letztendlich handelt es sich gar nicht um ein so großes Mysterium. Eigentlich ist es ganz einfach: Besucher stellen die Bücher falsch zurück und diese sind dann für sehr, sehr lange Zeit nicht mehr zu finden. So schnell geht das. Um dem entgegenzuwirken - damit alle immer an ihre gewünschte Literatur herankommen - bittet das Bibliotheksteam darum, die Bücher an die vorgesehenen Ablagestellen zurückzulegen.
Weitere Fragen? Probleme bei der Suche nach Literatur? Andere Schwierigkeiten?
Falls dem so ist: Während der Facharbeitszeit kann man sich immer mittwochs von 16 -18 Uhr an ein Team der Universitätsbibliothek wenden und um Hilfe bitten (20/19.12.2010)
Franziska von Nida und Elvira Steiner sind Schülerinnen des 11. Jahrgangs
|