Erneut schließt sich ein Oldenburger Bündnis dem Bundesweiten Bildungsstreik an. Am kommenden Mittwoch sollen nun schon zum dritten Mal die Schulen bestreikt werden. Um 10 Uhr ist an diesem Tag eine Kundgebung am Bahnhof geplant, danach wird zu einer Demonstration aufgerufen. Teils wird der Aufruf von der Verdi und der Lehrer-Gewerkschaft GEW unterstützt. Die Schulleitung des NGO hat sich bislang nicht zu der Aktion geäußert.
„Wir wollen mal einen kleinen Denkanstoß geben”, heißt es auf der Website der Oldenburger Organisatoren des Bildungsstreiks. „Das Freie Bildungsforum Oldenburg hat [...] beschlossen, sich von den bundesweiten Forderungen etwas zu distanzieren, da es dem Freien Bildungsforum wichtiger ist, dass sich die Oldenburger SchülerInnen und StudentInnen mit den Forderungen identifizieren können.” So fordert das Forum unter anderem kleinere Klassen, die Rücknahme der G8-Schulreform („Turbo-Abi”), Gesamtschulen, die Abschaffung der Kopfnoten und für mehr Lehrkräfte und „Lehr- und Lehrnmittelfreiheit" (sic).
Weitere Forderungen auf Bundesebene Auf Bundesebene richtet sich die Kritik hingegen unter anderem gegen den «zunehmenden Auslesestress», eine «überhastet eingeführte Schulzeitverkürzung» sowie gegen ein «überholtes Notensystem» an den Schulen. Die Studentengruppen fordern deutliche Veränderungen bei den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen, die keine Zeit für vertiefte Studien ließen sowie die Abschaffung von Studiengebühren. Die Organisatoren haben die am kommenden Donnerstag und Freitag in Berlin tagende Kultusministerkonferenz (KMK) um ein zweistündiges Gespräch über ihre Anliegen gebeten.
Mit symbolischen Banküberfällen, Demonstrationen, Alternativ-Vorlesungen und Hörsaal-Besetzungen wollen die Organisatoren in über 70 Städten «Aufsehen erregen, Druck machen und eine andere Bildungspolitik einfordern», hieß es am Donnerstag bei einer Pressekonferenz der «Projektgruppe Bildungsstreik 2009».
Lange Protestreihe In Oldenburg hatten im letzten November 2008 etwa 3.000 Schülerinnen und Schüler an einer ähnlichen Demonstration teilgenommen. Beim ersten Bildungsstreik im Juni 2008, der auch von Elternvertretern breit unterstützt wurde, kamen etwa 7.000 Teilnehmer. (25/13.06.2009)
Zu diesem Thema im NGO-Onlinemagazin
|
|