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Nur zehn Minuten dauerte die Fahrt mit dem Zug von Oldenburg nach Hude, dem Ziel einer ganz besonderen Klassenfahrt. Wir, die Klasse 6d, durfte diese dreitägige Fahrt machen, weil wir mit Eichhörnchen Horst und fünf Bilder- und Geschichten-Puzzleserien den 1. Preis bei einem Beobachtungs- und Malwettbewerb gewonnen hatten.
Nach der Ankunft am Bahnhof Hude mussten wir erst einmal zur Jugendherberge laufen. Die Herbergsmutter besprach mit uns einige Regeln. Danach konnten wir die Zimmer beziehen. Kurz darauf trafen wir uns in unserem Tagesraum, um schon einmal etwas über Störche zu erfahren. Gleich danach gab es Mittagessen.
Luftballon wird zum Verhängnis für Jungstörche
Mit dem Bus fuhren wir nun zur Storchenstation Berne. Dort erhielten wir viele interessante Informationen über Störche und sahen Bilder. Am Storchengehege, an das wir nicht allzu nahe heran durften, erzählte uns Herr Hilfers von verletzten Störchen, zeigte uns Bilder dazu und kippte schließlich einen Sack mit Müll aus. Müll nehmen Störche als Baumaterial für ihre Nester. Dann zeigte er uns noch einen Luftballon, der einige Storchenbabys auf dem Gewissen hat. Der Luftballon hatte sich in einem Zaun verfangen und raschelte im Wind. In der Nähe war ein Nest, in dem noch gebrütet wurde. Da die Störche das Geräusch nicht kannten, flogen sie auf eine Wiese, und dort verkühlten sich die Storchenbabys.
Schwan verschluckt Angelhaken
Plötzlich wurden wir unterbrochen durch einen Mann aus der Nachbarschaft. Der hatte einen Trauerschwan gefunden, der einen Angelhaken verschluckt hatte. Unser Führer meinte, der Tierarzt müsse den Haken entfernen.
Talentschuppen abgebrochen
Total ausgekühlt stiegen wir nach der Führung in den Bus und fuhren wieder in die Jugendherberge. Bald nach dem Abendessen veranstalteten die Mädchen eine Talentshow (ohne Jungs). Diese musste aber vorzeitig abgebrochen werden, weil einige weinten und sich deprimierte Gesichter zeigten.
Selbst gebackener Apfelkuchen für alle
Am nächsten Tag machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf zur Apfelmosterei in Hollen. Dort sammelten wir Äpfel (und Birnen), zerschnitten diese und taten sie in eine von Hand betriebene Apfelsaftmaschine. Später wurde der selbst gemachte Apfelsaft probiert. Er roch nach Banane und schmeckte sehr süß. Während die einen draußen froren, backten die anderen drinnen im Warmen leckeren Apfelkuchen. Diesen verspeisten zum Schluss alle gemeinsam. Als wir wieder in der Jugendherberge angekommen waren, gingen wir noch im Wald Hütten bauen. Am Abend machten viele noch bei einem Karaoke-Abend mit. Die Musik machten wir selbst. Zum Abschluss guckten wir noch einen Film.
Zurück bei den Eltern
Unser letzter Tag in der Jugendherberge endete mit dem Frühstück. Wir zogen unsere Betten ab, packten unsere Koffer und gingen noch zur alten Klosterruine Hude. In Oldenburg warteten dann unsere Eltern schon auf uns.(17/07.11.2010)
Svenja Tempel ist Schülerin der Klasse 6d |