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Skikurs oder Skifreizeit? Nicht nur die Bezeichnung war im Vorfeld Gegenstand vieler Gespräche unter den beteiligten Schüler/innen. Jonas Schulz aus dem 12. Jahrgang hat mit einem Sportkurs an einer solchen Ski-„Freizeit“ teilgenommen. Hier schildert er die vorherigen Bedenken der Teilnehmerinnen, ihre Erfahrungen und merkwürdige Gesangseinlagen…
An einem verschlafenen Samstagmorgen auf einem Supermarkt-Parkplatz in Etzhorn ging unsere Reise los. Wir, eine Gruppe frierender Jugendlicher aus dem 12. Jahrgang und unsere zwei „Observer“, Herr Krippner und Herr Vennemann, waren mehr als froh, als der Bus aus Wilhelmshaven endlich bei uns hielt, um uns mitzunehmen. Im Bus warteten schon die Schüler aus Wilhelmshaven auf uns, die uns auf unserer Skifahrt begleiten sollten. Noch deutlich froher waren wir, als nach unendlich vielen Stunden Fahrzeit, inklusive Polizeikontrolle, das Ziel erreicht war. Luxuriöse Zwei- bis Vierbettzimmer mit Fernseher und Balkon sorgten zusammen mit der für uns vorbereiteten Brotzeit dafür, dass wir alle mit einem Lächeln einschlafen konnten.
Keine Verletzungen
Am nächsten Morgen mussten wir die warme und gemütliche Unterkunft dann in aller Frühe verlassen und uns der höchst gefährlichen Herausforderung des Skifahrens stellen. Trotz der uns bevorstehenden Gefahren hatten die Wilhelmshavener eine fast aufreizend gute Laune und sangen das Lieblingslied unserer Observer, einen Skihit aus dem Mittelalter, die gesamte Busfahrt aus voller Kehle inbrünstig mit.
An dem unglaublich hohen und steilen Hügel angelangt, wurden wir je nach Vorkenntnissen in Gruppen eingeteilt, in denen wir unser Können unter Beweis stellen konnten. Am Ende des Tages fiel die Bilanz sehr positiv aus, da wir keine Verletzungen davontrugen und uns eingestehen mussten, dass Skifahren doch ein ganz passabler Zeitvertreib war. Zurück im Hotel durften wir dann zum ersten Mal das üppige Abendessen bewundern, bevor wir noch lange vor der vorgegebenen Bettzeit erschöpft ins Bett fielen.
Gletscher in 3000 Meter Höhe
Der zweite Tag sollte uns auf einen Gletscher in 3000 Meter Höhe führen. Dieses deutlich größere Skigebiet schüchterte alle, außer die coolen Snowboarder, ganz schön ein. Die Vorahnung sollte sich dann auch kurz vor der Mittagspause bestätigen, als sich der Himmel immer mehr verdunkelte und die Sicht auf ein Minimum eingeschränkt wurde. Besonders in der Anfängergruppe spielten sich wahre Katastrophen ab und alle mussten psychisch und physisch an ihre Grenzen oder sogar darüber hinausgehen. Zum Glück blieb das Hotel ein warmer Rückzugsort, in dem wir alle neue Kräfte für die Strapazen der nächsten Tage sammeln konnten.
"Skifahren ist der größte Hit"
In den nächsten Tagen besserte sich das Wetter proportional zu unseren skifahrerischen Fähigkeiten und der Laune im Team. Die am Anfang noch sehr mysteriös wirkenden Wilhelmshavener zeigten sich ob auf der Piste oder bei den gemeinsamen Hüttenabenden als sehr angenehme Reisegefährten.
An jedem Abend wurden die Bilder und Videos unserer Observer gezeigt und was zunächst eher nach „Pleiten, Pech und Pannen“ aussah, wurde von Abend zu Abend ansehnlicher. Das Ende der Woche kam dann so plötzlich, dass kaum einer von uns glauben konnte, dass jetzt schon alles vorbei sein sollte und wir uns auf den Weg nach Hause zu unseren wartenden Eltern und Facharbeiten machen mussten. Letztendlich stellten wir nach einer tollen Skifahrt fest, dass im Refrain des Lieblingsliedes unserer Observer viel Wahres steckte. Und so sangen wir auf der Heimfahrt alle laut mit: „Skifahren ist der größte Hit!“ (5/12.02.2010)
Jonas Schulz ist Schüler des 12. Jahrgangs am NGO. |