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| Präsentation in der Landesbibliothek |
„Eine Menschengruppe ist gefährdet. Der Nacktschwimmer!“ – der ist nämlich hauptsächlich von Vergiftungen durch die Anemone betroffen. Das konnte man am vergangenen Freitag in der Landesbibliothek lernen. Denn dort stellten sieben Schülerinnen und Schüler des Neuen Gymnasiums ihre Facharbeiten in 10 bis 15 Minuten langen Vorträgen vor. Das Motto war „Recherchieren in der Informationsflut". Die Veranstaltung in der Bibliothek gab vor allem den Jahrgängen 10 und 11 die Chance, sich über Recherche und Präsentation zu informieren. Sie war Teil eines Aktionstages im Rahmen der „Stadt der Wissenschaft“. Nach einer kurzen Begrüßung durch eine Mitarbeiterin der Landesbibliothek wurde ein Film vorgeführt, der das Projekt „Schu:Bi – Schule und Bibliothek“ vorstellt. Hierbei handelt es sich um eine Kooperation zwischen Landesbibliothek, Uni-Bibliotheken, Stadtbibliotheken und vier Oldenburger Schulen, darunter dem NGO. Vor allem die Lust am Lesen soll bei den Schülern gefördert werden. Älteren Schülern wird beigebracht, wie man effizient in Bibliotheken recherchiert und wie man mit den gewonnenen Informationen dann umgeht.
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Referentin Mareike Buhl
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Viele unterschiedliche Themen Nach dem Film leiteten zwei Mitarbeiterinnen der Landesbibliothek die Vorträge mit einem szenischen Einstieg ein, in welchem sie darzustellen versuchten, mit welchem Aufwand das Erstellen der Facharbeiten für die Schüler verbunden war. Danach begann der erste Vortrag zum Thema „Oldenburger Fliegerhorst – Vom Exerzierplatz zum ‚zweiten Dobbenviertel‘“, in dem sich NGO-Schüler Nils Kluge (Jg. 12) mit der Nutzung des Oldenburger Fliegerhorstes als Wohngebiet beschäftigte. Er zeigte Aufnahmen vom Gelände und berichtete von Plänen zur Gestaltung des Areals als Wohngebiet (wir berichteten). Zur Hilfe nahm er hierbei eine Bildschirmpräsentation am Computer.
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| Referenten Nils Kluge, Regina Schönfeld |
Danach folgte ein szenisches Spiel zum Thema „Frauen am Bauhaus der Weimarer Zeit und deren Kampf um die Moderne“ von Regina Schönfeld (Jg. 12). Hierbei nahm sie abwechselnd die Rolle einer Frau und die eines Entscheidungsträgers des Bauhauses ein und zeigte damit, wie schwer es in der damaligen Zeit für Frauen war, sich gesellschaftlich zu etablieren. Im Anschluss daran gab es einen kleinen Exkurs in die Biologie: Melanie Oberhauser und Eugen Koch (beiden Jg. 12) beschrieben die „Verteidigungsorgane von Gifttieren im Mittelmeer“. Neben den bereits eingangs erwähnten Anemonen wurden auch Stechrochen und Drachenköpfe und deren Giftwirkung beschrieben. Als Hilfsmittel nach der Vergiftung wurden einige interessante Methoden genannt, von denen die Vorträger allerdings abrieten. Zum Beispiel kann man die vergifteten Stellen in heißes Wasser halten, was aber auch mehr Schaden als Nutzen anrichten könnte. Melanie und Eugen benutzten ein Plakat zur Vorstellung ihres Themas. Wissenschaft und Literatur Eine Inszenierung zum Thema „Konzentrationslager Buchenwald“ wurde von Norma Braun vorgeführt. Sie zog das Publikum in ihren Bann, da sie mit ihrem Vortrag aufzeigte, dass einige KZ-Verbrecher ihre Taten nur als zu erledigende Arbeit ansahen, die sie privat nicht beeinflusste. Anschließend gab es eine Präsentation von Mareike Buhl (Jg. 12) zum Thema: „Schlaues Haus“, über das als „Stadt der Wissenschaft“-Projekt aktuell in den Medien berichtet wird (wir berichteten ebenfalls). Die Funktionen des Zukunftshauses wurden beschrieben und erläutert. Unter anderem auch die flexiblere Nutzung von Schaltern (andere Funktionen als Licht an und aus), die veränderbar sind. Auch Mareike benutzte zur Unterstützung eine Präsentation am Computer. Zum Schluss stellte Pia Lotta Bedenk (Jg. 12) das Verhältnis zwischen dem Dichter Goethe und seiner Bekannten Anna Amalia dar, die nach Meinung des Autoren Ettore Ghibellino eine Liebesbeziehung hatten, die der Öffentlichkeit bisher nicht bekannt war. Hierbei versetzte sich die Referentin in die Situation des Autoren und in die Situation seiner Gegner. Sie zeigte auf, welche Fehler Ghibellino bei seinen Recherchen gemacht haben könnte, die ihn zu einem Fehlurteil beeinflusst haben könnten. Die Veranstaltung in der Landesbibliothek war Teil des Aktionstages „Mission Possible – Leben mit der Informationsflut“, welcher zum Programm der „Stadt der Wissenschaft“ gehörte. Dazu gehörte auch, dass Schülerinnen und Schüler der IGS Flötenteich Erwachsene in den PC-Katalog der Stadtbibliotheken einwiesen. Am Abend beschloss eine Podiumsdiskussion mit Tagesschau-Sprecher Marc Bator den Abend. Dabei setzten sich die Referenten vor allem mit der Informationsflut im Internet auseinander. (22/24.05.2009)
Im 12. Jahrgang wird die Facharbeit geschrieben Die Facharbeit ist eine wissenschaftliche Arbeit, die alle Schülerinnen und Schüler im 12. Jahrgang schreiben müssen (zukünftig schon im 11. Jahrgang). Sie setzen sich dabei auf etwa 15 Seiten Text intensiv mit einem bestimmten Thema auseinander und müssen ihre Ergebnisse mit Quellen und wissenschaftlich korrekten Zitaten belegen. Die Facharbeit soll vor allem auf ein eventuelles Studium nach der Schule vorbereiten. Im Anschluss an die Textarbeit müssen alle ihre Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppe vortragen. Die Facharbeit und ihre Präsentation gehen zu einem kleinen Teil auch in die Abiturnote ein. –tm
WEBLINK @ http://oldenburger-bibliotheken.de/
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