|
Am Freitag den 20.Januar ist es nun soweit. Zwölf Schülerinnen und Schüler der 10.Klassen des Neuen Gymnasiums Oldenburg, die seit Schuljahresbeginn 4 !!! aktuelle, französischsprachige Romane im Original gelesen haben, wählen unter den vier nominierten französischsprachigen Jugendbüchern des Prix des lycéens allemands 2012 den Favoriten des Neuen Gymnasiums. Noch ist das Rennen offen.
Am 15. Februar wird Lea dann auf der Landesjurysitzung in Hannover das NGO Top- Buch auf Französisch gegen andere Schulen verteidigen müssen. Die Landesjury wählt auch einen Vertreter/eine Vertreterin für die Bundesjurysitzung am 15. März auf der Leipziger Buchmesse. Hier wird dann der Siegerroman des Prix des lycéens allemands 2012 gewählt.
Nominiert sind :
Les temps des miracles, Blog, La première fois on pardonne und das Buch von Marie Desplechin Babyfaces.

Aber was macht ein Buch eigentlich aus? Klar, es braucht eine Geschichte, die erzählt wird, oder auch ein interessantes Cover, denn immerhin macht es den ersten Eindruck. Aber was ist eigentlich mit dem Autor? Wir hatten die Möglichkeit mal einer französischen Autorin ganz nah zu sein. Auf ihrer Lesereise fand Marié Desplechin auch ihren Weg zu uns. Der Prix des lycéens allemands 2012 nominierte ihr Buch Babyfaces als Jugendbuch des Jahres. Aus diesem Grund hat sie uns aus diesem in französischer Sprache vorgelesen.
Mit dabei war neben den Schülerinnen und Schülern des Neuen Gymnasiums auch eine Klasse aus Bad Zwischenahn. Am 07. November trafen sich die Schülerinnen und Schüler in der Aula, um die Autorin willkommen zu heißen. Als wir dann die holprige Begrüßung auf Französisch hinter uns hatten und alle sich auf ihren Plätzen befanden, begann Marié Desplechin uns aus Babyfaces vorzutragen. Nach jedem vorgelesenen Abschnitt hatten wir die Möglichkeit einige Fragen zu stellen und nachdem sich die Stimmung entspannt hatte, trauten sich die Schülerinnen und Schüler schließlich auch. Natürlich auf Französisch!
Das Buch an sich brauchte bis zur Fertigstellung 10 Jahre. Der Grund? Die Idee für das Buch war zwar vorhanden, jedoch wusste sie nicht diese umzusetzen. Die Voraussetzung für ein gutes Buch, sagt sie, sei eine Geschichte, und es gibt keine Geschichte, wenn alles gut läuft, daher brauchte sie so lange für dieses Buch. Auf die Frage, wieso sie ausgerechnet etwas für Jugendliche geschrieben hat, antwortete sie, dass sie Kinder sehr mag, weil sie an Dinge anders herangehen, als Erwachsene es tun. Vielleicht auch weil sie sich selber noch oft wie ein Kind fühlt. Zwar meint sie, dass der Beruf des Autors schwer sei, jedoch würde sie es in ihrem nächsten Leben wieder werden wollen.
Schließlich übergaben zwei Schülerinnen ihr als Dankeschön eine Pralinenschachtel mit dem Oldenburger Pulverturm aus Schokolade und bedankten sich noch einmal für ihren Besuch und Vortrag. Und prompt wollte Marié Desplechin ihr Geschenk mit uns teilen. |