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Sehr viele stellen sich Theater langweilig vor: Man sieht das große Gebäude, liest von unbekannten Stücken oder denkt vielleicht an sehr lange Aufführungen. Das kommt von Gerüchten oder davon, dass die meisten nicht wissen, was hinter den Kulissen steckt. Auch wir, die Klasse 6 b des NGO, dachten so. Doch was uns, also den sechsten Klassen, dann Ende Januar gezeigt wurde, hat unsere Meinung geändert.
Um 11.15 Uhr begann die Führung. Wer das Theater kennt, weiß, dass es ein „Kleines Haus“ (mit 350 Plätzen) und ein „Großes Haus“ (das doppelt so viele Plätze hat) gibt. So nennen sich die beiden Teile des Gebäudes.
Im Großen Haus
Zuerst wurden wir durch eine Art Keller geführt. Am Ende des Gangs kamen wir in den „Spielraum“: eine Vorführungshalle mit einer schon aufgebauten Bühne für ein weiteres Theaterstück. In dieser Halle gibt es auch viele Scheinwerfer und eine Discokugel. Wie ihr seht, ist das Theater gut ausgestattet. Außerdem gibt es fast 400 Mitarbeiter, darunter 80 verschiedene Berufe wie Maler oder das Regisseurteam. Dieses ist am wichtigsten, weil ohne das Team nichts laufen würde.
Das Staatstheater stellt fast alles für seine Shows selbst her, denn jedes Teil auf der Bühne ist einzigartig. Es hat eine riesige Tischlerei und dazu noch eine Schlosserei. Unter anderem gibt es manchmal auch Tierstars. Zum Beispiel wurde uns auch ein echtes Kaninchen vorgestellt, namens Alfred. Natürlich gibt es auch sehr viele künstliche Tiere, die man auf der Bühne sieht.
Insgesamt fünf Bühnen
Natürlich darf eins beim Theater nicht fehlen: die Kostüme. Die meisten Kostüme werden selbst genäht, besonders die Frauenkleidung ist sehr aufwändig. Das älteste Kostüm ist so alt wie das Theater selbst: 175 Jahre. Etwas Wichtiges fehlt bis jetzt noch: die Masken. In der Maskenabteilung arbeiten sehr viele Arbeitskräfte, zwölf Mitarbeiter und zwei Auszubildende. Eine Perücke ist uns besonders aufgefallen. Sie spielte bei Rapunzel mit und ihre Zöpfe sind neun Meter lang und wiegen 20 Kilogramm. Deshalb musste die Sängerin damals sogar gestützt werden. Die Anfertigung einer solchen Perücke dauert 60 bis 80 Stunden.
Wie ihr seht, ist ein Besuch im Staatstheaters die Mühe wert. Auf die Bühne, fertig, los! (5/12.02.2010)
Nina Brinkmann ist Schülerin der Klasse 6b am NGO.
Zu diesem Thema im NGO - Onlinemagazin
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