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Am Neuen Gymnasium gibt es ein Paten-Projekt. Das heißt, Schüler, die sich schon gut auskennen, helfen den neuen Fünftklässlern sich besser einzugewöhnen. Doch um genauer zu erfahren, was ein Pate alles machen muss, habe ich eine Teilnehmerin des Projektes befragt.
Hallo, wie ist dein Name?
Ich heiße Neele Atzler und bin Schülerin der Klasse 8b.
Und du nimmst am Paten-Projekt teil?
Ja.
Warum interessierst du dich dafür?
Weil ich noch weiß, wie es war, als ich in der Fünften war. Und ich möchte gerne den neuen Fünftklässlern helfen, sich schneller und besser in der Schule zurechtzufinden.
Was muss man als Pate alles draufhaben?
Man muss zuhören können und sollte auch Geduld haben, um sich mit den Problemen der Kleinen auseinanderzusetzen, und ihnen bei der Lösung helfen. Es ist auch wichtig, sie zu verstehen und man sollte immer daran denken, wie schwer es sein kann, in einer neuen Schule Anschluss zu finden.
Was macht man Besonderes als Pate?
Wir fahren mit den fünften Klassen auf Kennlern-Fahrt, die drei Tage dauert, und helfen ihnen, dass sie sich untereinander kennen lernen und gut verstehen.
Also sorgt ihr dafür, dass der Einstieg in die neue Schule so leicht wie möglich wird?
Und so schön wie möglich.
Wie bist du auf die Idee gekommen Patin zu werden?
Frau Wulff-Meves ist in meine Klasse gekommen und hat gefragt, wer sich gerne als Pate bewerben würde. Sie leitet das Projekt zusammen mit Frau Rohde. Das klang interessant. Also hab ich mich beworben.
Braucht man als Pate irgendwelche Vorkenntnisse oder eine Ausbildung?
Also, es gibt immer 16 Paten pro Jahrgang, zwei Jungen und zwei Mädchen pro Klasse. Wir alle haben uns vor kurzem für ein Wochenende in Hude getroffen. Das ist der Ort, wo die Kennlern-Tage stattfinden. Und dort haben wir gelernt, wie man z.B. Konflikte löst. Wir haben jetzt noch zwei Treffen. Einmal an einem Vormittag, an dem wir nochmal alles besprechen und für die neuen Fünften was vorbereiten. Und ein anderes Mal treffen wir uns zu viert mit den Klassenlehrern, deren Klassen wir betreuen werden. Alles, was wir wissen müssen, wird uns also beigebracht und man braucht keine Qualifikation. Aber es ist schon wichtig, motiviert und mit Energie an die Sache ranzugehen.
Möchtest du noch etwas an die zukünftigen Paten richten?
Ich möchte eigentlich nur noch sagen, dass ich hoffe, dass es auch zukünftig noch Paten geben wird. Das ist echt eine tolle Sache und macht Spaß.
Okay. Danke für das Interview, Neele.
Gern geschehen.
(10/18.6.2011)
Michelle Patz ist Schülerin der Kl. 8b |