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Das Ziel ist der Gewinn - so lautete die Strategie beim jährlich stattfindenden Planspiel MIG (Management Information Game) für die beiden Politikleistungskurse des 12. Jahrgangs am NGO. Mittlerweile fand das Spiel zum 12. Mal statt. Wie in den vorherigen Jahren war auch dieses Jahr wieder die Treuhand Oldenburg GmbH am Langenweg bereit, uns ihre Schulungsräume für eine Woche zur Verfügung zu stellen.
Kurz vor der Pleite
Als eine Gruppe von sieben Mitgliedern bildeten wir den Vorstand einer simulierten Aktiengesellschaft, die wegen mangelnder Leistung des vorherigen Vorstands der Pleite nahe war. In Form von simulierten Geschäftsjahren war es unsere Aufgabe, dem Unternehmen zu neuem Glanz zu verhelfen. Während der Geschäftsjahre trafen wir also nun Entscheidungen, rechneten und kalkulierten, um dann am Ende eines Arbeitstages unsere Formulare dem Spielleiter zu übergeben. Dafür mussten wir zum Beispiel die Anzahl der Produktionsmaschinen festlegen, den Preis der Ware bestimmen oder die Anzahl der qualifizierten Mitarbeiter des Unternehmens immer im Blick haben. Anhand des Geschäftsberichtes des vergangenen Geschäftsjahres konnten dann die Entscheidungen für das laufende Jahr getroffen werden.
Immer wieder unvorhersehbare Herausforderungen
Doch man musste auch flexibel sein. Denn jeden Tag passierten unvorhergesehene Dinge, die durch Eilmeldungen des Spielleiters an uns weitergeleitet wurden. Dass zum Beispiel durch einen Konflikt im Iran der Energiepreis anstieg oder sich in den USA der Wechselkurs von Euro zu Dollar verschlechterte, sind nur zwei Beispiele für die Herausforderungen, die sich den Unternehmen stellten.
Spannender Konkurrenzkampf um beste Strategie
Ob diese Herausforderungen gemeistert wurden, erfuhren wir immer erst am nächsten Tag, dem Beginn des neuen Geschäftsjahres. Die Auswertung war für die meisten sicher der spannendste Teil des Tages. Hier konnte man erfahren, ob die eigene Strategie funktionierte und inwiefern sich das eigene Unternehmen zur Konkurrenz verhielt. Denn wer kauft ein Produkt bei einem Unternehmen, wenn er bei der Konkurrenz für das gleiche Geld bessere Qualität bekommt? Es herrschte also Unsicherheit, da man nie genau wusste, welches Team welche Strategie verfolgte und wie sich das dann auf den eigenen Plan auswirken würde.
Wirtschaftliches Wissen durch Vorträge erweitert
Um diese vielen Dinge zu verstehen und anwenden zu können, hörten wir an den einzelnen Vormittagen auch jede Menge Vorträge zu unterschiedlichen Themen. Die Referenten erzählten uns zum Beispiel etwas über Marketingstrategien, Personalwesen oder Bilanzrechnungen. So konnten wir uns nach und nach tiefer in das wirtschaftliche Geschehen einarbeiten, auch wenn das Zuhören oft mühsam war.
Durchsichtigen Toaster werbestrategisch in Szene setzen
Als wäre das nicht schon genug, war für den Donnerstagabend eine Präsentation geplant, in der wir unsere Marketingfähigkeiten beweisen sollten. Für die Kalkulation war es egal, um was für ein Produkt es sich handelte, doch für die Präsentation, die Donnerstag stattfand, war die Wahl des Produktes sehr entscheidend. Alle drei Unternehmen mussten sich auf ein Produkt einigen, damit es auch zu einem Wettbewerb kommen konnte. Denn die Leute, die sich den Präsentationsabend anguckten, schlüpften in die Rolle eines Großhandels, der eine große Menge an Produkten abnehmen wollte. Wir mussten ihm also unser Produkt möglichst schmackhaft machen. Am Montag einigten sich schon alle drei Betriebe auf einen durchsichtigen Toaster. Dieser durfte noch von jeder Gruppe individuell durch Zusatzfunktionen erweitert werden und sollte durch individuelle Werbestrategien in Szene gesetzt werden.
Hauptversammlung mit Aktionären als Test
Die dritte und letzte Herausforderung für uns war dann die simulierte Hauptversammlung mit den Aktionären. Das Ganze war etwas wie eine Zusammenfassung der vergangenen Woche. Dort wurde dann die Bilanz des Unternehmens vorgestellt und die Mitglieder der anderen Unternehmen spielten die Aktionäre. Diese durften Fragen an den Vorstand stellen, die sie bezüglich des Unternehmens wissen wollten. Bei dieser Simulation konnte man nun selbst testen, ob man die wirtschaftlichen Zusammenhänge und die Auswirkungen der einzelnen Wirtschaftsfaktoren auf das eigene Unternehmen verstanden hat.
Unternehmen liefern gute Ergebnisse
Letztendlich bleibt aber nur zu sagen, dass alle drei Unternehmen gute Ergebnisse ablieferten und sich selbst am Leben erhalten bzw. einen Gewinn erzielen konnten. Die viele Arbeit hatte sich also gelohnt.
Trotz langer Tage Spaß und vor allem wichtige Einblicke
Die MIG-Woche lieferte uns eine Abwechslung vom Schulalltag und einen Einblick in die Welt der Wirtschaft, wie man ihn im Politikunterricht nicht bekommen kann. Trotz der Anstrengung und der langen Tage hat es aber wohl auch allen Spaß gemacht, an einem Projekt zu arbeiten und neue Erfahrungen zu sammeln. (14/18.9.2011)
Thorben Kurok und Andre Paunovic sind Schüler des 12. Jahrgangs. |