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Junior Science Café - Zweites Schüler-Wissenschaftscafé im Schlauen Haus PDF Drucken
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junior-science_01Ausgehend von der französischen Bar Scientifique und dem englischen Science Café entwickelt sich auch in Deutschland das Plaudern über Wissenschaft in lockerer Atmosphäre. Bereits im Juli 2014 hatten die Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaft „Na, Erde?“ des (Neues Gymnasium) ihr erstes Oldenburger Schüler-Wissenschaftscafé zum Thema Windenergie gestaltet. Das zweite Junior Science Café  beschäftigte sich dann im Januar diesen Jahres mit der Problematik des Plastikmülls in den Weltmeeren: „Kein Plastik Meer!?“. Als Experten hatten die Schülerinnen und Schüler dafür Dr. Barbara Scholz-Böttcher (Institut für Chemie und Biologie des Meeres, Universität Oldenburg), Dr. Thomas Beermann (Firma BÜFA, Oldenburg/Rastede) und Christian Lütten (Atlantiksegler, Emden) ins Schlaue Haus eingeladen. Begleitet wurden die Schüler bei ihren Planungen vom Lehrerteam Ines Hauck-Gundelach (Kunst/Mathematik) und Dr. Bernhard Sturm, der als promovierter Küstenforscher ebenfalls als Experte an der Diskussion teilnahm.

Vorbereitung

Im Herbst 2014 begann die 5-monatige intensive Vorbereitungszeit zum Junior Science Café. Nach einer Einarbeitung in die Thematik wurden auf einer Exkursion erste Beprobungen und Versuche am Weserstrand bei Elsfleth durchgeführt. Anschließend planten die 17 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 12 arbeitsteilig die Organisation und den Ablauf des Cafés. Zwischenzeitlich experimentierte die Schülergruppe außerdem am Universitätsstandort Wechloy im Wattenmeer-Lernlabor.

Informationen und Diskussion mit Experten

Die Oberstufenschüler Dorothee Funk und Thore Mintken (Jg. 11) führten in die zweiteilige Gesprächsrunde mit einer Kurzpräsentation zu Kunststoffen ein. Sie wurden bei den dabei auch vorgeführten drei Experimenten zu Elastomeren, Thermoplasten und Duroplasten von Fünftklässlerinnen tatkräftig unterstützt. Tobias Djuren (Jahrgang 11) hatte in seiner Freizeit einen aufwändig animierten Einstiegsfilm erstellt. Im von ihm moderierten ersten Diskussionsabschnitt beschäftigten sich die Experten und Wissenschaftler mit der Frage „Welche Eigenschaften haben Kunststoffe und wo werden sie verwendet?“. Dabei wurde deutlich, wie sehr Kunststoffe in von uns genutzten und uns umgebenden Gegenständen zum Teil auch unbemerkt eine Rolle spielen. Als Beispiele wurden hierfür Bootsrümpfe, Kacheln oder Leichtbauteile für Flugzeuge genannt. Die Langlebigkeit der Kunststoffe ist dabei Segen wie Fluch zugleich. Unter der Führung des Zwölftklässlers Tammo Viertelhausen tauschten sich die Experten im zweiten Teil über die Frage aus: „Wie verbreitet sich Kunststoff in Gewässern und welche Folgen hat dies für die Umwelt?“. Zur Sprache kamen Eintragswege in die Umwelt, Erscheinungsformen vom Makro- bis Mikroplastik, die Transportfunktion von Kunststoffteilchen für Schadstoffe sowie Folgen für Mensch und Tier. Ebenso wurde darüber diskutiert, welche Wirkung ein vermehrter Einsatz von 3D-Druckern auf den Kunststoffverbrauch haben könnte. Taran Heye (Jahrgang 10) rundete den Abend mit einem Ausblick auf die zunehmende Problematik des Mülls im Weltraum ab.


Kunst, Flaschenpost und Mitmach-Experiment

Im Schülercafé kümmerten sich außerdem die vier Fünftklässlerinnen Elisabeth Geibel, Rieke Pirscher, Inga Rähse und Meret Zimmermann, um eine anschauliche Dokumentation des Projektverlaufs, u.a. mit künstlerischen Gestaltungen (Assemblagen) ihrer Flaschenpostexperimente. Elias Wankerl und Max Wallenstein (Jahrgang 7) steuerten eigene Comics zur Thematik bei. Anton Grünberg (Jahrgang 5) und Paul Niggemann (Jahrgang 6) stellten Fundstücke vom Weserstrand künstlerisch-dokumentarisch aus und führten ein Mitmachexperiment zum Schwimmverhalten von Kunststoffproben durch. Aaron Pieperjohanns (Jahrgang 10) betreute während der Gesprächsrunde sicher die Hintergrundtechnik, u.a. mit Einspielfolien der Experten.

Fazit

Die sehr gut besuchte Veranstaltung zu diesem aktuellen Thema fand ein reges Interesse beim Publikum aus allen Altersstufen. Ganz bewusst wurden von den Schülerinnen und Schülern Publikumsfragen mit in das Gespräch eingebunden. Die Schüler dürfen, durch sehr positives Echo gestärkt, auf eine sehr gelungene Veranstaltung zurückblicken und sind durch diese Art der Wissenschaftskommunikation sicherlich in ihrer Persönlichkeit gewachsen. Den betreuenden Lehrern gefielen außerdem die gemeinschaftsstiftenden, fächer- und jahrgangsübergreifenden Aspekte bei diesem Austausch zwischen Schule und Wissenschaft.

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