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Sechs Gruppen mit drei Schülerinnen und sieben Schülern des NGO waren in den vergangenen Wochen eifrig am Experimentieren, Beobachten und Dokumentieren. Sie nehmen zurzeit am Salzkristallwettbewerb der Landesbibliothek Oldenburg teil, den diese aus Anlass der Ausstellung „Der mythische Kristall“ in Zusammenarbeit mit der Rijksuniversiteit Groningen und der Universität Oldenburg ausgerufen hat.
Erkennungssymbol dieses Wettbewerbs ist das „Zoutmannetje“ (deutsch: „Salzmännchen“). Am kommenden Montag ist Einsendeschluss für die insgesamt etwa 70 angemeldeten Projekte. Das Finale wird am Abend des 16. Juni 2010 in der Landesbibliothek am Pferdemarkt stattfinden. Zum Auftakt des Wettbewerbs besuchte der Salztruck der Rijksuniversiteit Groningen Ende April mehrere Schulen im Nordwesten. Für uns stellte sich der LKW am 19. April 2010 direkt vor der Landesbibliothek am Pferdemarkt auf. Ein Forscher, Dr. Theo Jurriens aus Groningen, erklärte uns 14 Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 5, 7 und 8 sowie Herrn Dr. Sturm und Frau Feislachen in seinem Vortrag „Faszination Salz“ sehr lebendig alles rund um das Salz.
Uralt-Salzwasser als Getränk
Zu Beginn erfuhren wir viel über die Gewinnung, Eigenschaften und Nutzung des „weißen Goldes“. Wir durften auch 100.000 Jahre altes konzentriertes Salzwasser aus 1.500 Metern Tiefe trinken, was aber nur die Jüngsten unter uns tatsächlich probierten. Anschließend konnten wir dann selbst experimentieren. In Versuchen haben wir mithilfe von Kochsalz Eiswürfel mit einem Faden verbunden und ein kleines Plastikbaby aus Kunststoff in Leitungswasser zum Schwimmen gebracht. Außerdem haben wir eine Kochsalzlösung mithilfe von Strom elektrolysiert, sodass kleine Gasbläschen entstanden und unter einem modernen Mikroskop mit elektronischer Auswertung Kochsalz- von Zuckerkristallen unterscheiden gelernt. Im Abschlussquiz zum Natriumchlorid, wie der chemische Name vom Kochsalz lautet, haben wir alle vorherigen Schulen einschließlich des AGO und GAG geschlagen. Trotz der im Vergleich zu niederländischen Schulen sehr guten Wertung wurden wir am nächsten Tag allerdings leider doch noch von der IGS Flötenteich vom 1. Platz verdrängt.
Eigener Wasser-Absaug-Apparat
Seit dem Besuch des Salztrucks, der auch in der Zeitung und sogar im Regionalsender O1 Beachtung fand, waren wir sehr motiviert, selbst Kristalle zu züchten. Folgende eigene Kristallzuchtprojekte haben wir deshalb zu Hause oder in der AG „Na, Erde?“ vor gut einem Monat in Angriff genommen: „Salzkatze“ (Nina Tech), „Sonnenblume“ (Ecem Uludag), „Salzblume“ (Jennifer Ribniger), „Salzgitter“ (Sergen Tanimaz/Silas El-Kaakour), „Salzbuch“ (Fabian Pusch/Lasse Strenge/Finn Heinsohn), „Salzhaus“ (Danny Eckert/Marcel Schmitz). Für unsere Ideen haben wir alle ganz unterschiedliche Techniken eingesetzt. Beispiele dafür sind farbige und waschmittelhaltige Salzlösungen, verschiedene Lichtarten oder gar die Entwicklung eines eigenen Wasserabsaugapparats. Unsere Beobachtungen haben wir geduldig und regelmäßig auf der Internetseite des Wettbewerbs, auf der wir hierfür ein kennwortgeschütztes Blogbuch zugewiesen bekamen, eingetragen. Auch Fotos haben wir zur Dokumentation angefertigt und eingestellt. Die Arbeit mit dem Rechner war dabei nicht immer leicht, aber mithilfe unserer Betreuer haben wir bis jetzt alle Hürden gemeistert. Manche Gruppen haben sogar noch einen weiteren Ansatz gestartet, weil sie so viel Freude an den Experimenten und am Beobachten der Effekte hatten. Die letzten Eintragungen in unser Blogbuch werden wir bis zum Ende dieser Woche vornehmen und versuchen, beobachtete besondere Effekte zu erklären, denn am kommenden Montag wird der Einsendeschluss sein.
Finale der Kristalprojekte steht noch aus
Etwa 70 Gruppen verschiedener Schulen im Nordwesten hatten sich im April für den Salzkristallwettbewerb insgesamt angemeldet. Ab kommenden Montag wird eine Jury 10 Kristallprojekte für das Finale am 16. Juni 2010 auswählen. In der Endausscheidung um den Salzpokal dürfen die Finalisten ihren Kristall dann in einem Fünf-Minuten-Vortrag vorstellen. Wir hoffen, mit einem oder mehreren unserer Projekte auch dabei sein zu dürfen. Auf jeden Fall haben wir auch ohne Gewinn schon jetzt aus dieser in Deutschland neuen Form von Wettbewerb viel gelernt und Freude daran gehabt. In den nordöstlichen Niederlanden wurde der Wettbewerb, der sich in zukunft hoffentlich weiterhin auch grenzüberschreitend ausweiten wird, bereits mehrfach mit steigendem Erfolg durchgeführt. (11/06.06.2010)
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