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„Die meisten machen ganz gut mit” PDF Drucken
NGO - LehrerIn im Porträt
kaempfer

Viele wissen, wie es sich anfühlt, als Schüler in eine neue Schule zu kommen. Aber wie fühlt es sich eigentlich an, wenn man als Lehrer neu ans NGO kommt? Zum neuen Halbjahr kam Herr Kämpfer als Lehrer zu uns. Ich wollte wissen, ob er sich mittlerweile eingelebt hat. Bei einem Mittagessen in der Cafeteria spricht er im Interview mit dem NGO-Onlinemagazin über seine Lieblingsmusik und seinen ursprünglichen Berufswunsch.

Herr Kämpfer isst in der Cafeteria zu Mittag.

NGO-Onlinemagazin: Wie lange sind Sie nun schon am NGO?

Hr. Kämpfer: Seit dem 4. Februar... Das sind schon sieben Wochen.

NGO-OM: Warum sind Sie eigentlich Lehrer geworden?

Hr. Kämpfer: Das ist eine gute Frage. Ich wollte eigentlich erst was ganz anderes werden.

NGO-OM: Und was?

Hr. Kämpfer: Eigentlich hatte ich nach dem Abitur angefangen als Marineoffizier, hab' aber dann relativ schnell gemerkt, dass ich wohl doch nicht so geschaffen bin für die Bundeswehr und hatte mir dann nach Abschluss meines Pflichtwehrdienstes überlegt: Was kann ich? Was mach' ich gerne? Dann hab ich mich nach einigem langen Überlegen und ein, zwei Sachen Ausprobieren für den Lehrerberuf entschieden. Weil ich schon immer gerne Leuten was erzählt habe und dann auch noch das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden konnte, also den Beruf mit dem Hobby.

NGO-OM: Warum haben Sie sich für das Neue Gymnasium entschieden?

Hr. Kämpfer: Ich hab mich überhaupt nicht für das Neue Gymnasium entschieden, sondern ich war vorher sechs Jahre lang in Emden. Da wollte ich aus beruflichen und persönlichen Gründen wegversetzt werden. Meine Familie und ich wohnen in Rastede und ich fahre dann jeden Tag 200 km, das ist sehr aufwendig. Dann hab‘ ich mich hier in den Raum Oldenburg/ Ammerland beworben und versucht, mich versetzen zu lassen. Das hat dann einige Jahre gedauert und dann wurde mir das Neue Gymnasium angeboten. Ich hab gesagt „Okay, wunderbar“.

NGO-OM: Wie ist denn das NGO im Vergleich zu der anderen Schule?

Hr. Kämpfer: Zunächst mal sehr viel dichter dran, bisher fühle ich mich hier sehr wohl und die Schule ist ungefähr vergleichbar, von der Größe und auch vom Angebot her. Es ist ein bisschen entspannter hier. Aber vielleicht liegt das daran, dass ich entspannter bin, weil ich nicht jeden Tag zwei Stunden im Auto sitzen muss.

NGO-OM: Sie haben viele neue Schüler gekriegt. Wie viele genau?

Hr. Kämpfer: Na ja, Ich habe zwei siebte Klassen, eine achte, drei neunte und eine zwölfte. Im Schnitt mit 25 Schülern wären das dann... 170 oder 180 Schüler.

NGO-OM: Wie kommen Sie mit den Namen voran?

Hr. Kämpfer: Schlecht. (lacht) Ich hab‘ ein ganz schlechtes Namensgedächtnis. Aber ich merke schon: Schritt für Schritt wird das was.

NGO-OM: Sind die Schüler und die Lehrer denn nett zu Ihnen?

Hr. Kämpfer: Bis jetzt ja. Es gibt natürlich mal die ein oder andere Klasse oder Situation, wo es mal nicht so angenehm läuft. Aber im Großen und Ganzen kann ich mich nicht beklagen.

NGO-OM: Welche Fächer unterrichten Sie?

Hr. Kämpfer: Momentan Musik und Englisch. Ich darf auch Niederländisch unterrichten. Ich habe aber auch schon Italienisch für Anfänger unterrichtet. Als ich an einer Grund- und Hauptschule gearbeitet habe, hab' ich an der Hauptschule auch Physik, Technik, EDV-Anwendungen und Deutsch unterrichtet.

NGO-OM: Wenn Sie Musik unterrichten: Welche Musik hören Sie denn persönlich gerne?

Hr. Kämpfer: Oh, das ist eine gute Frage. Man könnte eher andersherum danach fragen, was ich nicht so gerne höre. Meistens höre ich Barockmu-sik, Johann Sebastian Bach, Händel und so was. Oder Musik aus den Sixties, Beatles, Stones, The Who. So was mag ich gerne.

NGO-OM: Die Schüler, mit denen ich gesprochen habe, meinen, dass Sie ein „cooler Typ“ sind (Herr Kämpfer grinst), oder manche sagen auch einfach nur „geil“ (Hr. Kämpfer grinst noch breiter). Können Sie das auch von den Schülern behaupten?

Hr. Kämpfer: Also auch da gibt's wieder solche und solche Klassen. Im Großen und Ganzen ja, obwohl es immer schwierig ist, wenn man gerade Musik unterrichtet und eben nicht nur singen und spielen möchte, sondern auch den wissenschaftlichen Anteil wieder nach vorne bringen will. Dann ist nicht jeder so begeistert. Es sieht auch nicht jeder so die Notwendigkeit des Fachs als Schulfach. Aber im Großen und Ganzen, wenn ich einen großen Strich darunterziehe, kann ich sagen: Ja, die meisten machen ganz gut mit.

NGO-OM: Danke für das Interview! (17/19.04.2009)

 

 

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