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Wie wachsen deutsche Kürbisse in Burkina Faso? Hamadou Koné, Leiter der Schule im Dorf Boumdoudoum, besuchte am Dienstag die Schüler der Schulgarten- und Umwelt-AG des Neuen Gymnasiums (NGO), um der Frage auf den Grund zu gehen. Es ist das erste Mal im Zuge der mehrjährigen Partnerschaft zwischen den Schulen, dass Koné das NGO besucht.
Zum Start des Projekts „Schulgarten trifft Schulgarten“ tauschte er mit AG-Leiter Thilo Kowalsky und sieben seiner Schüler aus den sechsten Klassen Kürbis-Samen aus. Nach den Osterferien werden sowohl in Burkina Faso als auch im Schulgarten des Neuen Gymnasiums die Samen gesetzt; bis zum Herbst wollen die Schüler beider Kontinente sich darüber austauschen, welche Kürbisse besser wachsen.
Thilo Kowalsky und seine Schüler erläuterten ihrem Gast, wie sie arbeiten: vor allem praktisch, durch Experimente. Zum Beispiel prüften sie, wieviel Wasser ihr Gartenboden im Vergleich zu Waldboden, Sand oder Torf aufnehmen kann. Ihre Ergebnisse haben sie am Computer in Diagrammen veranschaulicht.
Für die Schüler in Boumdoudoum ist das ein neuer Ansatz. Dort wird meist Frontalunterricht gegeben. „Mir ist aufgefallen, wie lebendig die Kinder hier sind“, sagte Koné. Dass die Schüler in Boumdoudoum zurückhaltender sind, hat mehrere Gründe. In der Schule sprechen sie nicht ihre Muttersprache Mooré, sondern Französisch. Außerdem ist die Kultur dort eher autoritär. Auch das Lesen von Messinstrumenten werden die afrikanischen Kinder erst lernen müssen. Einen Regenmesser und zwei Hydrometer mit Thermometern nahm Koné von den Schülern entgegen.
Koné erhofft sich durch die neuen Daten aus dem Projekt, den Anbau auch von anderen Pflanzen – etwa Erdnüssen – verbessern zu können. (17.03.2010)
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