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Ich? - Ausgang ungewiss... PDF Drucken
NGO - Veranstaltung

DSMaskenDer Kurs Darstellendes Spiel des 11. Jahrgangs präsentierte am 31.05.2011 sein erstes eigenes Bühnenstück.

Vor Beginn der Aufführung wirkten die Mitglieder des Kurses alle noch sehr entspannt, einige aßen sogar noch ein letztes Stück Kuchen zur Stärkung. Gerade aus dem 11. Jahrgang waren viele Schüler zur Aufführung gekommen, alle waren natürlich gespannt, was ihre Mitschüler aus dem Kurs von Herrn Zach auf die Beine gestellt hatten.

Dann, um kurz nach 19:00 Uhr ging es los. Die Lichter wurden gedimmt, die nächste Stunde gehörte allein den Aufführenden. Das Stück beginnt mit der wohl wichtigsten Frage eines jeden Menschen: „Wer bin ich?“

DSProfessorenLicht- und Schattenseiten des Lebens

In den folgenden amüsanten, aber auch anrührenden 60 Minuten versucht uns der Kurs näherzubringen, welche Faktoren unsere Identität gestalten: Schule, Ausbildung, Beruf, Freundschaft, Liebe, Partnerschaft, Zukunftspläne. Die fiktiven Charaktere erleben dabei aber nicht nur ein „perfektes“ Leben, der Kurs versucht, die Realität wiederzugeben. Er zeigt uns auch Figuren, die den Sprung ins Leben nicht so geschafft haben: keinen Schulabschluss, nie von anderen Liebe erhalten, allein gelassen. Das Stück spiegelt ganz toll die Licht-, aber auch die Schattenseiten des Lebens wider. Für die Glücklichen heißt das: „Genieß‘ deine guten Zeiten“. Im Umkehrschluss bedeutet das für die Gescheiterten: „Dein Schicksal ist nicht besiegelt, dein Leben kann sich wenden“. Letztlich sind viele Dinge im Leben unvorhersehbar, das Leben ist praktisch ein Sumpf, mal kann man recht flüssig gehen, mal watet man bis zu den Knien im Schlamm.


Diesen Lebensweg verdeutlichen uns die Charaktere.

Vier verschiedene Personen, die früher zusammen in einer Schulklasse waren, erleben jetzt die Höhen und Tiefen des Lebens, jeder hat seine eigenen Hoffnungen und Probleme: hier ein verliebter Musiker, der seiner Geliebten ein Lied widmet, dort eine reiche Karrierefrau auf der Suche nach dem Mann fürs Leben.

Zum Schluss wendet sich das Leben des Musikers zum Schlechten hin, ein Autounfall kostet ihn das Leben. Die Frage nach dem „Warum“ beendet das Stück.

DSChorHumor und Tiefgang, Glück und Verzweiflung

Das Theaterstück war eine äußerst gelungene Mischung aus Humor und Tiefgang, aus Glück und Verzweiflung. Die Schauspieler haben eine sehr gute Arbeit geleistet. Den Schülern, die man nur aus dem Unterricht kennt, hätte man eine solch starke Schauspielerei gar nicht unbedingt zugetraut. Das Schauspiel an sich wurde durch Frau Sterzenbachs Klavierspiel und den Gesang des Oberstufenchors harmonisch untermalt.

Ein philosophisches Resümee unsererseits untermauert die Hauptaussagen des Abends:

Wir wissen nicht, was uns in unserem Leben noch erwartet, wir wissen nicht, wer uns noch begegnen wird. Unser Selbst bleibt jedoch immer einzigartig, jeder hat seine Träume und Visionen, aber schlussendlich ist der AUSGANG UNGEWISS.

Ein lautes „Hey“ steigerte die gute Stimmung

Auch Jonas B. war unter den Zuschauern und schreibt dazu:

DSSchwesterlDas Stück war sehr klasse gemacht. Ich habe extra auf Fußball verzichtet, aber der Besuch der Aufführung hat sich wirklich gelohnt. Eine Szene hat mir ganz besonders gut gefallen: Vier Schauspieler, als Professoren verkleidet, verlasen, was eine Studie ergab. Alle vier hatten einen Sprachfehler. Der erste lispelte, die zweite stotterte, die dritte musste andauernd die Nase hochziehen und die vierte schrie durch den ganzen Saal ein ohrenbetäubendes „Hey“! Und bei jedem dieser Schreie musste ein kleines Kind, das im Publikum saß – und sich später als kleine Schwester der Darstellerin entpuppte - anfangen begeistert zu lachen. Das war dann erst recht ein Lacher, der zu dem gelungenen Abend beitrug. (10/18.6.2011)

 

Jonas Bückmann ist Schüler der Klasse. 6b

Z. Göktas, I. Harden, T. Kurok sind Schüler/Innen des 11. Jahrgangs.

 

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