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NGO - Veranstaltung
von Kira Meyer   

improtheater3Beim Improvisationstheater müssen die Schauspieler/innen in bestimmten Bereichen auf die Ideen der Zuschauer schnellstmöglich eingehen und die Vorschläge szenisch umsetzen. Dabei haben sie oftmals nicht mehr als zehn Sekunden Zeit, sich als Gruppe auf eine Überlegung zu einigen und sie dem Publikum anschaulich zu übermitteln.
Des Weiteren müssen sie vorher geübte Arten des Theaters wie Slow-Motion (Zeitlupe), Freeze (plötzliches Stillstehen), Standbilder und verschiedene Ebenen mit einbauen. Dabei kommen oft ungeahnt sonderbare und absolut witzige Ergebnisse heraus, die das Publikum begeistern. Bei eben so einem Improtheatertunier hat die Theater-AG des NGO teilgenommen. Die Veranstaltung war ein gemeinsames Projekt der HRS Augustfehn und des NGO. Das Turnier war für die 8. - 10. Klassenstufe angesetzt und fand in der neu renovierten und bei diesem Anlass eingeweihten Aula der HRS Augustfehn statt. Der Abend versprach von sich, eine der lustigsten Sequenzen zu werden, die man als Schauspieler/in mit dem Publikum teilt.

New Group ofDrama

Wenn man in die Halle eintritt, bemerkt man zu allererst, dass rechts und links neben der Bühne jeweils fünf Stühle aufgestellt sind. Als die beiden Teamleiter, die gleichzeitig Moderatoren und Jurymitglieder sind, ihre kurze Einleitung in den Bereich des Improvisationstheater beenden, kann der Abend beginnen. Zuerst stellen sich die Mannschaften der jeweiligen Schule vor. Dies ist das Einzige, was sich die Teams aus jeweils fünf Mitgliedern vorher überlegen durften. Unser Team ist als erstes an der Reihe. Sie setzen sich an den Rand der Bühne und stellen sich betont gelassen dem Publikum vor. Dabei spielt eine der Schauspielerinnen die Reporterin, die die anderen interviewt: „Sie sind also die neu gegründete Theatergruppe des NGO. Erklären Sie doch mal, was werden sie hier heute Abend tun?“ „Ja, wenn wir das wüssten. Das ist ja der Haken an der Sache, niemand weiß genau, was passiert. Improtheater eben.“ „Gut. Man sieht, sie sind nicht alleine gekommen. Dort im Publikum sitzen noch andere Schüler ihrer Schule. Ihre Unterstützung?“ „Das ist nicht nur die Unterstützung, das sind Mitglieder unserer Gruppe. Da wir als nun einmal nur Fünferteams bilden sollten, konnten nicht alle in unser Hauptteam. Aber sie sind unsere Joker und werden im Laufe des Turniers auch noch an die Reihe kommen!“ „Dann bleibt ja nur noch eine Frage zu stellen: Wie heißt Ihre Gruppe?“ „Wie wir heißen? Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht…“ Ein ratloser Blick in die Runde und jeder der Schauspieler wirft eine Idee in den Raum, bis: „Ich hab’s! Wir heißen New Group ofDrama.“ Nun ist es an der Reporterin, einen ratloses Gesicht zu machen. „Das müssen Sie dann doch kurz erläutern!“ „Naja, NGO - New Group ofDrama.“ „Aber das sind vier Worte?!“ Undefinierbares Gemurmel und dann: „Nein, bei uns wird ‚ofDrama’ zusammengeschrieben.“ Damit ist die Szene beendet und die HRS Augustfehn tritt auf die Bühne. Ein Standbild entsteht und auf Kommando drehen sich die fünf Mitglieder gleichzeitig um. Nun kann man das Wort „Apfel“ lesen, welches mit angeklebten Papier an den Rücken der Schauspieler befestigt ist. „Wir sind die Shortys aus Augustfehn“, wird verkündet, dann ist auch ihre Szene beendet.

Erbitterter Kampf um den Sieg

improtheater1Endlich beginnt das Turnier und die beiden Mannschaften müssen in verschiedenen Spielen gegeneinander antreten. So muss zum Beispiel die Gruppe des NGO eine verliebte, singende Pommestüte darstellen oder eine total durchgedrehte Mickey-Mouse im Jurassicpark spielen, während die Augustfehner Rapunzel in Szene setzen, die sich mit dem total verknallten 7. Zwerg herumschlägt. Jener verwandelt sich jedoch im Laufe des Stücks auf den Ausruf eines Zuschauers in einen Banane-Erdbeer-Pfirsich-Fruchtzwerg. Es folgen noch andere anschauliche Spiele, bis dann der Höhepunkt des Abends mit einer besonderen Art des Theaters untermalt werden soll: eine Massenschlägerei. Hierzu werden als erstes die gesamten Mitglieder der Theater-AG der HRS Augustfehn zusammengetrommelt. Es wird still im Saal, als das Licht ausgeht und die Musik angeschaltet wird. Dann beginnt der erbitterte Kampf. Es wird geboxt und getreten, geschlagen und verprügelt, Stühle werden zu Hilfe genommen. Einige fallen schon nach den ersten Schlägen und liegen wie tot auf dem Boden, andere kämpfen weiter. Nach einiger Zeit beginnt der Kreis der noch Kämpfenden kleiner zu werden, bis die beiden Gewinner feststehen. Das Licht wird eingeschaltet und man sieht das Ausmaß an Verwüstung. Dann ist die Theater-AG des NGO an der Reihe. Nun können sich zum ersten Mal auch die Joker beweisen. Das Licht geht wieder aus, die Musik an und ein zweites Mal wird gekämpft bis zum letzten Mann. Als eben jener als einzige noch steht, geht das Licht abermals an und das Publikum klatscht begeistert. Zum Glück läuft alles in Zeitlupe ab, so dass niemand einen bleibenden Schaden davon getragen hat. Die Jury, die die Punktzahl nicht alleine entscheidet, sondern diese mit den Zuschauern ermittelt, vergibt auf Grund der anhaltenden Jubelschreie an beide Teams fast volle Punktzahl.

Mit Fairness zum Unentschieden

An dieser Stelle sollte gesagt sein, dass die Augustfehner eine sehr gute Gastgebermannschaft sind. Die Atmosphäre war entspannt, was unter anderem daher kommt, dass die Anhänger der Gastgebermannschaft, natürlich deutlich in Überzahl, sehr faire Punkte verteilten und für beide Mannschaften sehr gerecht applaudierten. Am Ende des Abends stand es mit 40 zu 40 Punkten unentschieden. Daraus kann man zwei Schlüsse ziehen: Ganz klar ist, dass die Theater-AG des NGOs die Herausforderung gemeistert und in Zusammenarbeit der Theater-AG der HRS Augustfehn mit viel Spielfreude eine tolle Leistung gezeigt hat. Des Weiteren ist die New Group ofDrama eine sehr motivierte Mannschaft, die diesen Abend sehr genossen hat. Auch den Shortys schien es so zu ergehen, denn sie ließen über die Gruppenleiter übermitteln, dass sie die gegnerische Mannschaft „total cool“ fanden. Eine Revanche ist schon in Planung. Wir können uns also auf ein Improvisationsturnier in absehbarer Zukunft bei uns in der NGO Aula freuen. (6/26.02.2010)

Kira Meyer ist Schülerin der Klasse 8e am NGO.

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