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Wir verbrachten unsere Klassenfahrt vom 5.9. - 9.9.11 in der Jugendherberge Alfsee in Rieste bei Osnabrück; dort waren wir in Bungalows untergebracht.
Dienstag: Der Besuch des Planetariums und des Zoos in Osnabrück
Nach dem Frühstück und dem Packen der Lunchpakete versammelten wir uns alle am Haupthaus. Als wir von der Jugendherberge in Richtung Zoo und Planetarium fuhren, fing der Spaß schon im Bus an. Wir hatten uns neben unsere Freunde gesetzt und über den Zoo geredet, wie es dort wohl sein wird und dass wir auch einige Tiere noch gar nicht kannten und diese dort erkunden wollten.
Baby-Nacktmulle im unterirdischen Zoo
Auf dem Weg zum Planetarium hatten wir noch ein bisschen Zeit, die wir im unterirdischen Zoo, der im gleichen Gebäude lag, verbrachten. Dort gab es Baby-Nacktmulle, die sehr niedlich waren. Es gab auch ausgestopfte Tiere, wie zum Beispiel Füchse und Wildschweine. Außerdem war dort ein Gang, in dem man sich wie ein Maulwurf fühlen sollte, weil alles dunkel war. Als wir in den Tropenwald kamen, gab es eine kleine Fläche mit Schaumstoffmoor, in dem man einsackte.
Der Tanz der Planeten
Dann stand das Planetarium auf dem Programm. Wir kamen in einen kreisrunden Raum mit einer Kuppel. In der Mitte des Raumes stand ein Projektor, der Himmelskörper an die Decke projizierte. Im Raum gab es gemütliche Sitze, in denen man sich zurücklehnen und gut einschlafen konnte. Im Planetarium konnte man sehen, wie die Sonne aufging. Im Sternenhimmel hat man die Muttergalaxie von unserer Galaxie gesehen, die ca. 100mal so groß wie unsere Galaxie ist, und ein Mann hat uns erklärt, dass diese beiden Galaxien in mehreren Milliarden Jahren miteinander verschmelzen werden. Besonders interessant war die Simulation „Der Tanz der Planeten“, in der die Planeten in unterschiedlicher Geschwindigkeit um die Sonne flogen. Zwischendurch hörte man leises Schnarchen. Ganz zum Schluss durften wir den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang sehen.
Das Wunderballlutschfieber brach aus
Danach gingen wir alle gemeinsam in den „richtigen“ Zoo, wo wir viele verschiedene lustige, interessante und neue Tiere entdeckten. Wir sind auch einmal auf einen Spielplatz gegangen. Wir rutschen und ein Schüler riss sich auf einmal seine Hose an der Rutsche auf. Zum Schluss wollten wir durch einen unterirdischen Gang gehen, doch der war dann leider zu. Am Ende, als wir uns treffen sollten, hatte ein Mädchen so einen Wunderballlutscher in der Hand. Als die anderen das sahen, haben sich auch alle anderen einen gekauft und so brach das „Wunderballlutscherfieber“ aus. Danach sind wir mit dem Bus wieder zurück in die Jugendherberge gefahren, auf dem Weg zur Jugendherberge haben wir über den Zoo geredet. Uns allen hat der Zoo gefallen.
Mittwoch: Die Nachtwächtertour durch Osnabrück
Am Mittwoch hatten wir am Abend ein besonderes Erlebnis: den Gang mit einer kostümierten Nachtwächterin durch die Altstadt Osnabrücks. Wir versammelten uns im Friedenssaal und hörten, dass Nachtwächter als Hilfspolizei nachts für Ruhe und Ordnung sorgen mussten. Feuer konnte so schnell gemeldet werden. Dieser Kontrollgang war eine alte Tradition seit 250 Jahren. Mit Laternen in der Hand folgten wir der Nachtwächterin zu einem alten Fachwerkhaus. In dieser Straße verläuft eine Rinne, wo früher der Nachttopf entleert wurde, heute dient sie mehr als Erinnerung an alte Zeiten.
Gefängnis und Folterkammer
Zu dieser Stunde war es recht dunkel geworden. Durch die Laternen sahen unsere Schatten an den Hauswänden ziemlich gruselig aus, aber Angst hatten wir natürlich nicht. Unser nächstes Ziel war der Bucksturm, der früher mit Waffen bestückt war und als Wachturm gilt. Im 2. Stockwerk hat Graf Johann von Hoya, der mit Osnabrück gerne Krieg führte, dort sechs lange Jahre im Johanniskasten (= Verlies, ca.3x3m) gelebt. Dank einer raffinierten Hilfe von Familienmitgliedern, die im Käse eine Säge versteckten, hätte der Graf fliehen können. Die Nachtwächter aber waren äußerst aufmerksam und lasen eine Nachricht über sein Vorhaben. So musste der Graf seine Strafe absitzen und konnte erst über eine Friedensurkunde nach Münster zurückkehren. Nach ihm wurde der Bucksturm mehr und mehr zum Gefängnis und zur Folterkammer. So manch einer von uns hat in dieser Nacht von diesem Leben in Gefangenschaft geträumt. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass vor uns ein langer Fußmarsch und 193 Stufen lagen. Nach anstrengenden 40m erreichten wir die Aussichtsplattform des St.- Marien -Kirchturms. Zwei Schülerinnen hatten wohl einen RHK(„ Rundgang-Höhen-Koller“), während die 25 anderen einen TENG- („ Tollen-Erlebnis-Nachtgang“)-Blick genossen.
Donnerstag: Karts und Schlauchboote
Heute ging es zum Kartfahren. Auf dem Kartgelände wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe durfte mit den schnelleren Karts fahren. Wir hatten alle total viel Spaß, aber ich glaube, Frau Kurth hat es am besten gefallen. Eine Fahrt dauerte 10 Minuten.
Schnelle Mädchen im Schlauchboot
Danach hatten wir vor, eine Schlauchboottour zu machen. Der Weg dahin dauerte ca. 1 Stunde zu Fuß. Im prallen Sonnenschein stiegen wir in unsere zwei Boote, das eine Boot war besetzt mit 16 Mädchen und das andere mit 9 Jungen und wenigen Mädchen. Eigentlich dachten die Jungs, dass wir gewinnen, doch die Mädchen waren einfach schneller. Sogar die Mädchen haben sich gewundert. Auf einmal mitten in der Schlauchboottour begann es wie verrückt zu regnen und ein Schüler sprang in das kalte Wasser, weil er eine Wette abgeschlossen und diese verloren hatte. Die Schlauchboottour endete an einem kleinen Steg.
Zum Abschluss Disco
Total nass liefen wir zur DJH. Als wir uns alle trockene Sachen angezogen hatten, holten wir das Mittagessen nach. Es gab Spagetti mit vielen Sorten Saucen. Abends waren wir bis 22.00 Uhr in der Kinder-Disco. (15/9.10.2011) |