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Auch für den Kunst – LK ging es endlich los: die langersehnte Fahrt in den Süden. Voller Vorfreude und natürlich super ausgeschlafen warteten wir am Sonntagmorgen um 5:30 Uhr auf unseren Bus, der uns unser Ziel, Italien, näher bringen sollte. Nach einer verschlafenen Busfahrt warteten wir in Düsseldorf auf unseren Flug. Verspätet ging es los in die Lüfte und als wir dann endlich ankamen, staunten wir nicht schlecht. Venedig - schon aus mehreren hundert Metern Höhe sah diese Stadt wunderschön aus. Je tiefer wir sanken, desto detaillierter konnte man erkennen, was diesen Ort so faszinierend macht.
Unsere Unterkunft lag in Mogliano, ca. eine halbe Stunde von Venedig entfernt. Erleichtert über saubere und wirklich gemütliche Zimmer im Hotel La Meridiana, ging es nach dem Einrichten zum ersten gemeinsamen Abendessen! Jeder bestellte sich, wer hätte das gedacht, eine Pizza! Die typische Margarita wurde von Steffen, Tibo und Timi allerdings durch eine Wurst-Würstchen-Bratwurst-Pizza, auch Maialina genannt, ersetzt. Klingt das ist nicht lecker?
Die nächsten Tage begannen morgens mit einem dürftigen, jedoch typisch italienischen Frühstück, bestehend aus komischem Gebäck und einer doch großen Auswahl an Getränken.
Und dann ging es mit dem Zug auf nach Venedig
Es ist nicht allzu schwer, diesen Ort zu beschreiben: Überall Wasser, Brücken, Kanäle, Italiener. Die Stadt ist klein und man kann in kürzester Zeit alles erreichen. Autos sind nicht erlaubt, also sah man nur Fußgänger. Es roch hier und da etwas gewöhnungsbedürftig und afrikanische Männer verkauften gefälschte Designertaschen. Aber… man muss diese Stadt einfach gesehen haben. Diese wunderschöne, trotz allem ruhige Atmosphäre, das Leben am Wasser, die italienische Kultur und die vielen Menschen aus allen Ländern der Welt (hauptsächlich, das muss man an dieser Stelle erwähnen, Chinesen)!
Vergangenheit und Moderne liegen nah beieinander
Venedig hat durch seine aufregende Vergangenheit auch einiges an Geschichte zu bieten. Eine gewisse Kombination aus Alt und Neu ließ alles noch spannender wirken. Wir sahen im einen Moment Plätze, an denen sich bedeutende, alte Szenen abgespielt hatten, und befanden uns im nächsten Augenblick an Orten, wo sich die moderne Kunst breitgemacht hatte: Hier sei die Biennale genannt. Auch besuchten wir weitere Kunstausstellungen aus älterer Zeit, wie die von Tintoretto und Tizian.
Sich fühlen wie in einem Labyrinth
Die vielen Gassen führten uns immer woanders hin, sodass wir uns ab und an wie in einem Labyrinth fühlten. Aber auch das empfanden wir als toll, denn so konnten wir viele ‚versteckte’ Dinge erleben und beobachten. Auch die ganzen Bootsfahrten quer über das Wasser, inbegriffen die Fahrten zu den Inseln San Michele und Murano, waren eine super Bereicherung. Den Wind spüren, Bilder machen und einfach einzigartige Ecken bestaunen.
Liebe Kassiererinnen im Supermarkt
Aber leider gab es ein kleines Problem mit dem Einkaufen, denn Supermärkte erwiesen sich als eine echte Besonderheit und veranlassten uns halb Venedig zu durchqueren. Dann hieß es natürlich, so viel wie möglich zu kaufen, denn man wusste ja nie, ob es ein Wiedersehen geben würde. An dieser Stelle seien doch auch die lieben Kassiererinnen genannt, die einfach kaum Wechselgeld hatten und von uns jeden Preis auf den Cent genau verlangten.
Programm macht allen Spaß
Ein weiteres Problem war unsere Angst, mit zahlreichen Kunstausstellungen gequält zu werden. Ich spreche wohl für alle, wenn ich sage, dass sich diese größtenteils in Luft auflöste.
Wir hatten wirklich viel Freizeit zwischen den Aktivitäten, aber auch das Programm bot uns viele Einblicke in das venezianische Leben und machte eigentlich allen, trotz schmerzender Füße, sehr viel Spaß.
All das spricht eindeutig für eine gelungene Kursfahrt. Uns bleibt nichts als unsere praktische Arbeit und Frau Seidel und Herrn Ristig, mit denen wir all diese Erlebnisse teilen durften, ein großes GRAZIE zu sagen! (17/20.11.2011)
Yasemin Coruh ist Schülerin des 12. Jahrgangs |