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Wir wagemutigen, wissenschaftlich veranlagten Biologen des 13. Jahrgangs stürzten uns doch tatsächlich während unserer Studienfahrt in die schaumgekrönten Wellen des Mittelmeeres in der Bucht von Fetovaia und untersuchten akribisch jeden von Meerwasser umspülten Felsen der Bucht. Ausgerüstet mit den enganliegenden, sexy Ganzkörperneoprenanzügen und bewaffnet mit einem Schnorchel, hielten wir uns Haie, Piranhas, Italiener und das kühle Wasser vom Leibe und ließen uns durch nichts in unseren meeresbiologischen Studien beirren. Ein Reisebericht zur Studienfahrt des Tutorenkurses Schmidt/Heise.
Wir fanden heraus, dass Seesterne sich klonen können, Seeigel zerbrechen, Seepocken nicht ansteckend sind, man Seegurken nicht essen sollte, Würmer ohne Darm überlebensfähig sind und dass, alles was wie italiensche Spaghetti in der Strömung schwebt, wahrscheinlich giftig ist und man lieber die Finger von dieser Pasta lassen sollte. Um uns von unseren allmorgendlichen, abenteuerlichen Ausflügen in die Unterwasserwelt zu erholen, aalten wir uns jeden Mittag im schönsten Sonnenschein am kleinen Sandstrand, wurden allesamt knackebraun und besiegten die siegessicheren Münchner Privatschüler im Rugby. Da half auch PISA nicht mehr weiter.
Den ganzen Strand hatten wir für uns allein und niemand störte uns in unserer Urlaubsidylle oder beim Aquapower. Selbst unsere Lehrer planschten zufrieden im seichten Wasser oder lasen.
Da jedoch zum Ende der Touristensaison hin kein einziger geöffneter Laden gefunden werden konnte, blieben Kaufrausch, Partylust und Schmacht ungestillt. Daher besannen wir uns auf die Natur, versüßten uns die Abende mit selbstgekochten 3-Gänge-Menüs auf unserer Terrasse mit Buchtblick und schmetterten voller Inbrunst nostalgische Lieder in den sternübersäten Himmel, duellierten uns im Halli Galli, zauberten mit Wizzard- Karten und schlugen die Zeit, die eigentlich viel zu schnell verging, und die unzähligen Mücken tot.
Einige von uns entdeckten „Jack“ und viele versunkene Schätze im Wrack vor Pomontes Küste.
Außerdem bewältigten wir eine sechsstündige Wanderung, sahen den Ort an dem Napoleon und seine Geliebte… sich trafen, jagten Eidechsen, pflückten Erdbeeren von den Bäumen und brachten der lokalen, elbanischen Wirtschaft einen späten Aufschwung durch den Kauf von 50 Kugeln Eis.
Mit unserer unüberbietbaren Intelligenz und dem unverkennbaren Oldenburger Charme nahmen wir kurzerhand die stolze Schweizerin Miriam und die supernette, hübsche Tauchassistentin Christiane des meeresbiologischen Instituts "HYDRA" für uns ein und verabschiedeten uns nach einer tollen gemeinsamen Woche mit einer großen Umarmung und machten uns in unserem eigenen Partybus auf in Richtung Heimat und Herbstferien. (05.11.2007)
WEBLINKS @ http://www.hydra-institute.com/ Website des "HYDRA"-Instituts
@ http://www.nwzonline.de/ Berichterstattung der NWZ zum Thema |