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Gleich zwei Deutschkurse des NGO machten sich Ende Ende September auf den Weg nach Weimar. Dort wimmelte es anscheinend nur so vor Schlössern und Hochkultur. Während ihre Mitschüler Fische auseinandernahmen, das Oktoberfest unsicher machten oder ein Guiness tranken, machten sich die Weimarer nette Abende im Hotel - und lernten eine Menge. -tm
Epilog I: Oldenburg, September 2009. Das 50-jährige Jubiläum des NGO bringt zwei Deutschkurse auf (sehr!) erhöhtem Niveau im Rahmen der Projektwoche einander näher.
Prä-Epilog: Oldenburg, August 2009. Eine traurige Nachricht ereilt uns: Es wird Frau Claußen nicht möglich sein, ihren Kurs in nächster Zeit zu unterrichten und an der Kursfahrt teilzunehmen. Infolgedessen werden beide Deutschkurse zusammengelegt und von Frau Schmidt unterrichtet. Zudem hat sich freundlicherweise Herr Pophanken bereit erklärt, uns auf unserer Studienfahrt zu begleiten.
Epilog II: Durch diesen neu gewonnenen Zusammenhalt ergötzten wir uns an der Vorfreude auf die gemeinsame, bevorstehende Kursfahrt, die alleinig durch die subjektive Einschätzung des Zielortes getrübt wurde. Andere Wege führten nach Elba oder Dublin, wir schlugen den weiten Weg nach Weimar ein.
Post-Epilog: Irgendwo zwischen Weimar und Oldenburg, Oktober 2009. Die Peripetie der Kursfahrt hinter uns lassend, befinden wir uns nun in der Peripherie von Oldenburg.
Stimme aus dem Off: Sänk ju for träwelling wis Deutsche Bahn.
Deutschhochleistungskurs-LKler 1 (DhlkLK 1): Ich habe das Gefühl der Sitz vor mir grinst mich an.
Deutschhochleistungskurs-LKler 2 (DhlkLK 2): Ich glaube, fünf Stunden Zugfahrt sind zu viel für dich. Das nächste Mal fahren wir lieber nach Sandhatten als nach Weimar.
DhlkLK 1: Ne, jetzt mal im Ernst, ich hatte ja schon so meine Zweifel, als wir davon erfahren haben, dass unsere Kursfahrt nach Weimar gehen sollte.
DhlkLK 2: Weimar, hallo? DIE Kulturmetropole Deutschlands. Wo Dichter und Denker aufeinander treffen, Menschenmassen den Glanz der literarischen Blütezeit Deutschlands erahnen können, wo man im Einklang mit der Natur auf Goethes Spuren wandeln kann und sich von dem Nachlass der Worte Schillers inspirieren lassen kann.
DhlkLK 1: (Stille) Jaaa..., genau. Aber eigentlich war's doch echt richtig gut. Ich meine, bei DEN Leuten!? Außerdem war die Stimmung, trotz des vollen Programmes, doch wirklich gut. Aber was haben wir denn jetzt eigentlich gemacht? Lass uns mal überlegen ... Sonntag: Da hatten wir noch richtig Glück mit dem Wetter, als wir das Schloss Belvedere besichtigten...
DhlkLK 2 (unterbricht): ... wir haben überhaupt viel gesehen: Goethes Gartenhaus, die Fürstengruft, Goethes und Schillers Wohnhäuser, den Rokokosaal der Anna-Amalia-Bibliothek, die Parkhöhle, den Wittumspalais...
DhlkLK 1: ... und dazwischen haben wir viel gegessen und gegessen und eingekauft und gegessen. Letzteres besonders in Erfurt.
DhlkLK 2: Erinner mich nicht an diese Stadtführung! Der Abend in der Erfurter Disco hat das allerdings wieder ausgeglichen. Die Abende im Hotel waren sehr ... amüsant.
DhlkLK 1: Da sagst du was. (Stille) Ich glaube, nur die Besichtigung des KZs Buchenwald stimmte jeden von uns melancholisch. Der Besuch eröffnete uns eine andere Sicht auf Weimar, die wir durch unsere Gruppenleiterinnen im Laufe der Woche erhielten. Unsere Gruppenleiterinnen waren ja auch sehr motiviert und sympathisch - und „jetzt sind wir schon fast Freunde".
DhlkLK 2 (abschließend): Es ist doch noch einmal etwas anderes, die Orte wirklich zu sehen, als sie nur theoretisch in den Facharbeiten kennenzulernen. Unter dem Aspekt bot uns Weimar nun eine große Vielfalt. Zudem ist es im Prinzip ja auch nicht wichtig, wohin man fährt, sondern mit wem. (47/15.11.2009)
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