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Bier, Pommes und Schnee in Brüssel PDF Drucken
Fahrten - Zeitfenster

7.45 Uhr. ZOB. Es soll los gehen, nach Brüssel. Eigentlich. Aber es fehlen noch ein paar Schüler. Als um halb neun dann doch endlich alle da sind, kann es losgehen. Es geht durchs verschneite Deutschland über die Niederlande bis nach Brüssel - Hauptstadt von Belgien und gleichzeitig auch Hauptsitz der EU. Die Stimmung im Bus ist, wie auf jeder Klassenfahrt, durchgehend amüsant.

Sobald sich der Bus durch die ersten Straßen von Brüssel schiebt, stürzen links und rechts große, kalte Bürogebäude, deren Fronten nur noch aus verspiegelten Glasfenstern bestehen, auf uns ein. Je näher wir dem Zentrum kommen, desto sichtbarer wird die, in Reiseführern immer wieder gelobte, prächtige Altstadt. Doch aufgrund des matschigen Schneewetters verliert sie leider etwas an ihrem Glanz und wirkt leicht depressiv.

Bahnbrechendende Erkenntnisse

Die nach dem niederländischen Künstler Breugel benannte Jugendherberge macht ihrem Namen leider nicht allzu viel Ehre. In Ordnung ist sie; aber ohne künstlerische Extravaganz. Eine ganz normale Jugendherberge eben.

In den nächsten Tagen erkunden wir die Stadt und verschiedene Institutionen der EU, wie die niedersächsische Vertretung und ein Gebäude der EU-Kommission. Um einige Informationen über die EU reicher verbringen wir dann die Spät-Nachmittage allein in Gruppen. Dabei kommen wir zu der bahnbrechenden Erkenntnis, dass es in Brüssel das gleiche Shopping-Angebot (H&M, Zara, Media Markt) wie in Deutschland gibt. Das kann uns aber trotzdem nicht vom ausführlichem Konsum derer Güter abhalten.

Mehr oder minder kreative Mitbringsel

Können sich für die Klamotten oft nur die Schülerinnen begeistern, so war das Interesse für die kulinarischen Spezialitäten geschlechterübergreifend. Pommes und Bier, die belgische Schokolade nicht zu vergessen. Diese dient in den meisten Fällen als Mitbringsel, da es einem nicht viel an Kreativität abverlangt.

Es bietet sich uns eine Vielfalt an Museen, die sich über ein Comic-Zentrum bis hin zum kolonialistisch geprägten Afrika-Museum zog. Das ist aber auch schon alles, was wir an Museen besuchen. Echt schade. Die Reise trägt allerdings auch zur Kontakterweiterung zwischen den fünf Klassen unseres 10. Jahrgangs bei. Viele lustige Abende auf den Herbergsfluren, Pokerrunden und die gemeinsame Nutzung der Herbergskneipe lassen uns diese Reise ohnehin nicht vergessen. (3/17.01.2010)
 

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