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Anfang Dezember beendeten die 16 niederländischen Schüler ihren viertägigen Aufenthalt am Neuen Gymnasium, um in ihre heimatliche Umgebung zurückzukehren. „Aber wir haben viel über Deutschland und das deutsche Schulsystem gelernt“, so Robin, eine Austauschschülerin. Das ist ihnen auch nicht zu verdenken, haben sie doch einiges erlebt.
Am Montagvormittag, direkt nach der Ankunft um ca. 10 Uhr, wurden sie vom Direktor Herold in Raum E 43 empfangen und begrüßt. Bei kleinen Snacks wurden dann organisatorische Dinge besprochen, vor allem die Aufteilung auf die einzelnen Gastfamilien.
Wir fahren Bus
Diese Aufgabe übernahm die 10e, welche auch im Unterricht vorrangig von den Austauschschülern besucht wurde. Nachdem alles soweit geklärt war, machte man sich auf, um die Gastfamilien kennen zu lernen. Die meisten Schüler und Schülerinnen wurden abgeholt, einige fuhren nach Instruktionen der hilfsbereiten Schüler der 10e mit dem Bus.
Am nächsten Tag waren sie alle pünktlich am NGO, aber keineswegs ohne zu murren: „Bei uns müssen wir erst um neun Uhr in die Schule, da ist man dann wenigstens schon wach!“ Trotz anfänglicher Schwierigkeiten waren sie dann später voll bei der Sache, denn es sollte eine Stadtführung geben. Unter anderem wurde ihnen das Degode- und das Rathaus, der Marktplatz, die Lambertikirche und vieles mehr gezeigt.
Kultur und Vergangenheit
Danach wurde dann tief in die deutsche Vergangenheit und Kultur eingetaucht, es gab zwei Unterrichtsstunden mit Herrn Zach. Diese Stunden waren eine Mischung aus Darstellendem Spiel und Deutschunterricht. Zu Anfang wurde Schillers Ballade „Der Handschuh“ behandelt, dabei machten die Niederländer Standbilder, um die Beziehung der Hauptpersonen untereinander darzustellen. Weiter ging es in der nächsten Stunde mit den „Grimmschen Märchen“, die, wie die Schüler überrascht feststellten, zu sehr großen Teilen mit den in den Niederlanden bekannten übereinstimmen.
Nach diesen lehrreichen, aber sicherlich auch sehr anstrengenden Stunden wurde ein weiterer Ausflug in die Innenstadt unternommen um etwas zu essen. Es wurde eine Pizzeria ausgewählt, welche die Mägen der Schüler erfolgreich füllen konnte. Schlussendlich begleiteten sie dann die Schüler der 10e nach Hause. Am Abend sank die Stimmung leider doch noch ein wenig, denn die Niederländer bemerkten, dass es am Abend in Deutschland meist nur „kalt“ gebe, also nur Brot und Aufschnitt. Dass dies in Holland anders sei, wurden sie nicht müde zu betonen. Doch man konnte sie beschwichtigen.
Rund ums Meer
Am Mittwoch nun ging es weit hinaus, ein Ausflug in das Übersee-Museum in Bremen stand an. Vor allem die Ausstellungen zum Thema Meer interessierten sie – spielt das Meer in den Niederlanden doch eine wichtige Rolle. Vor allem die Hanse war sehr interessant für sie. Doch nicht nur das Museum konnte begeistern – auch die anschließende Stadtführung war ein voller Erfolg. Am interessantesten für sie war das Denkmal der Bremer Stadtmusikanten, denn ein Denkmal zu einer fiktiven Geschichte sei doch eigentlich etwas völlig Unnormales.
Entsprechend geschafft kamen sie auch zurück, dieser Tag schien sehr anstrengend gewesen zu sein für sie. Laut den Gastfamilien war mit ihnen nichts mehr anzufangen, die meisten hatten sich auf ihr Zimmer verkrochen oder mit ihren Eltern telefoniert, um dann auch schon ins Bett zu wanken.
Überraschung über Bauzustand der Schule
Der Donnerstag wurde wenig spektakulär begonnen, denn die Niederländer hatten frei verfügbare Zeit. Einige von ihnen nutzten diese Zeit, um im BiNGO zu schmökern, doch die meisten machten sich auf, um in der Innenstadt shoppen zu gehen. Zusammenfinden wollte man sich mittags, um dann gemeinsam von Oldenburg Abschied zu nehmen.
„Ich freue mich schon wieder darauf meine Familie zu sehen, auch wenn der Aufenthalt hier sehr schön war!“, meinte Robin. Letztendlich schien der Austausch allen sehr gut gefallen zu haben, auch wenn der ein oder andere ein wenig aufgrund der Renovierung überrascht über den Zustand unserer Schule war. (52/20.12.2009)
Jule Schwarz und Jane Krochmann sind NGO-Schülerinnen in der Klasse 8e. |