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Im Land der langen weißen Wolke PDF Drucken
Weit weg - Rijke Bruncken

neuseeland2Neuseeland/ Aotearoa (lange weiße Wolke), das sind grüne Wiesen und Hügel, Schafe und Kühe, kleine Örtchen mit Holzhäusern und Maorikultur; aber auch Auckland, grüne Millionenstadt mit wenigen Hochhäusern und mäßig Verkehr, mit riesigen Schulen und wenigen Fahrradfahrern. Doch es gibt noch mehr Überraschendes…

Als ich vor einem dreiviertel Jahr in Auckland am Flughafen ankam, war ich erst einmal ziemlich erstaunt, wie sauber die Stadt ist. In den Straßen findet man fast keinen Müll und überall stehen Pflanzen. Auch wenn Auckland über eine Millionen Einwohner hat, fühlt man sich eher wie in einer gemütlichen Großstadt, da es fast keine Hochhäuser und nur Einfamilienhäuser gibt.
Als wir im Juli ankamen, war hier gerade Winter und da die neuseeländischen Häuser keine Heizungen haben, war es ganz schön kalt. Aber was sich einen echten Kiwi nennt (so nennen die Neuseeländer sich selber), der läuft auch im Winter  bei 9° C mit kurzer Hose und T-Shirt herum. Allgemein interessiert es hier aber sowieso keinen, wie man herumläuft, da kann es schon passieren, dass dir im Supermarkt jemand mit Jogginghose und barfuß entgegenkommt.

Schuluniform ist Pflicht

Eine der ersten Dinge, die ich in Auckland gemacht habe, war das Kaufen einer Schuluniform, da nur wenige Tage nach unserer Ankunft die Schule wieder anfing. Die High- oder Grammarschool geht hier von Jahrgang neun bis dreizehn und unsere Schule hat trotzdem über 2300 Schüler. In diesem Jahr gab es in Jahrgang neun 18 Klassen! In den Jahren neun und zehn sind die Klassen noch nach Geschlechtern getrennt, sodass ich in einer reinen Mädchenklasse war, was zur Abwechslung auch mal ganz nett war. Man muss in Jahrgang zehn neben den fünf Pflichtfächern noch weitere Fächer wählen und man kann Sachen wie Kochen, Landwirtschaft (unsere Schule hat als einzige in ganz Auckland eine eigene Farm) oder Chinesisch und Japanisch nehmen.

Überwachungskameras in der Schule

Die Schule ist riesengroß, was vor allem daran liegt, dass - anders als in Deutschland oder den USA - die Schulen hier nicht in einem Gebäude, sondern in vielen unterschiedlichen Blöcken untergebracht sind. Unsere Schule gilt als eine der strengsten und besten Schulen Neuseelands, was sich vor allem darin äußert, dass enorm viel Wert auf das korrekte Tragen der Uniform gelegt wird und es überall Überwachungskameras und sehr harte Strafen gibt. Jeden Montag und Freitag gibt es eine Versammlung in der Aula, wo der Schulsong gesungen wird, bei besonderen Anlässen auch die Nationalhymne, und herausragende sportliche Leistungen geehrt werden.
Die Schuluniform finde ich jetzt nicht mehr so schlimm, da sie einen gewissen Zusammenhalt erzeugt, den es so an deutschen Schulen nicht gibt.

Weihnachten am Strand

Da es hier sehr viele unterschiedliche Nationalitäten und Kulturen gibt, wird natürlich auch Weihnachten überall verschieden gefeiert. Aber eigentlich ist es doch alles sehr amerikanisch oder europäisch. Überall stehen Weihnachtsmänner, die, obwohl Sommer ist, dicke Mäntel tragen. Der einzige große Unterschied ist, wie gesagt, dass Sommer ist. Nach neuseeländischer Tradition wird am 25. Dezember am Strand gegrillt! (7/21.03.2010)

Rijke verbringt ein Jahr in Auckland/Neuseeland.

 

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