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Eine unglaubliche Erfahrung PDF Drucken
Weit weg - Pia van Alebeek
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Autorin Pia van Alebeek
US-Wahl
2008

Am 4. November wurde Barack Obama als neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt - und ich war live dabei! Man wurde richtig zum Mitfiebern und Diskutieren angesteckt. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu berichten! Das Wichtigste ist wahrscheinlich, dass es für mich eine unglaublich aufregende und eine spannende Erfahrung war.

Ein knapper Sieg
Ich lebe hier in einem Vorort von Indianapolis (Indiana), Noblesville. Der Landkreis, in dem ich lebe, heißt Hamilton County und das ist das achtreichste County der ganzen USA. Also ist es hier normalerweise ganz klar, dass die republikanische Partei gewinnt. Diesmal war es richtig knapp: 17 Prozent der Wähler änderten ihre Meinung und wählten die Demokraten. Indiana war einer der Staaten, in denen das Ergebnis der Wahl am knappsten war. Deswegen gab es hier bis zum Schluss noch viel Wahlkampf, Werbung und Propaganda. Obama gewann schließlich mit einem Prozent Vorsprung.

In meiner High School haben wir auch eine kleine schulinterne Wahl gemacht. Wir bekamen vier echte Wahlmaschinen und alle Schüler aus US-History-Klassen durften mitwählen. Normalerweise sind die Wahlbögen sind fünf Seiten lang, man kann aber auch strikt republikanisch oder demokratisch wählen, das heißt, dass alle Fragen im Sinne einer Partei ausgefüllt werden. Ich wählte natürlich für Obama, aber viele meiner Freunde wählten für McCain. Ich denke mal, dass sie für John McCain wählten, weil ihre Eltern für ihn wählten. Schließlich gewann McCain in unserer High School mit 536 zu 524 Stimmen.

Europäisches Interesse weckt Erstaunen
In meiner US-History-Klasse waren die Wahlen jede Stunde immer wieder Thema Nummer Eins. Unser Lehrer hatte eine Liste der Staaten an der Tafel und teilte sie den beiden Kandidaten zu. Das war echt gut, so konnte man den aktuellen Standpunkt mitkriegen. Viele meiner Mitschüler waren erstaunt, als ich erzählte, dass sich auch in Deutschland und Europa viele Leute für die US-Wahlen interessieren.

In meiner Familie waren die Wahlen auch immer wieder Thema. Dieses Jahr war es das erste Mal, dass meine Gastmutter wählte. Normalerweise interessiert sie sich nicht für Politik, aber dieses Mal meinte sie, dass es etwas Besonderes sei. Schließlich trete da ein Dunkelhäutiger als Kandidat. Sie recherchierte im Internet und fand dort viele Sachen. Zum Beispiel, dass McCains Frau früher einmal alkohol- und drogenabhängig war. Ich denke nicht, dass sie ihre Meinung, Obama zu wählen, von diesen Recherchen abhängig gemacht hat. Auf jeden Fall aber hat es ihre Sympathie für McCain gemildert.

Die Wahlen waren für mich echt eine spannende Erfahrung und ich bin froh, dass ich während dieser Zeit hier war!

Schöne Grüße aus dem immer noch sonnigen Indiana!
Pia van Alebeek (09.11.2008)

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@ www.lpb-bw.de/uswahl/index.php - Informationsseite zum Thema

 

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