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Wir freuen uns, Sie heute, am 10. März 2010, an Bord des Literaturcaféexpress’ über „Stimmen in der Stadt“, „Morgen leben die Menschen in Höhlen“ und „Romantiker im 21. Jahrhundert“ begrüßen zu können. In unserem Bordbistro stehen für Sie Kaffee und Kuchen bereit. Für das musikalische Wohl sorgt heute die Band „Spiegelverkehrt“, die Ihnen unsere Stadtfahrt mit leichten Klängen untermalen wird. Bei weiteren Fragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne zur Verfügung. Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt.
Um halb acht brach der Zug auf und brachte das Publikum des 17. Literaturcafés im Neuen Gymnasium kompetent durch den Abend. Skurrile Gäste und eine zuvorkommende Haltestellenansagerin sorgten für die passenden Übergänge zwischen den thematisch gegliederten Beiträgen. Alles unter dem Überthema „Stadt“.
Phantastischer Abend mit radika(r)len Texten
Auf der Bühne stehen sechs Stühle. Das Publikum sitzt erwartungsvoll auf seinen Plätzen. Dann Musik. Gitarre und Cachon schallen durch die Pausenhalle, zwei Mädchen singen. Die Band „Spiegelverkehrt“ ist heute zwar nicht besonders bassig, da ihr Bassist krankheitsbedingt nicht dabei sein kann, aber trotzdem besonders gut und sorgt gleich für eine tolle Stimmung. Es folgen die verschiedensten Texte. Ob auf Russisch von Xenia Fomin oder sehr nachdenklich an der Haltestelle „Morgen leben die Menschen in Höhlen“, der facettenreiche Abend gestaltet sich abwechslungsreich. Als Adrian Klass dann beichtet, dass er gerne radikal wär und sich dann doch mangels Optionen fürs radikale Normalsein entscheidet, ist das Literaturcafé schon wieder fast vorbei.
Doch nach dem melancholischen Abschluss von der Haltestellenansagerin Ruth Schröder gibt es noch eine kleine Überraschung. Nicht nur das Literaturcafé hat heute Geburtstag, sondern auch unser Kolumnist Karl Kelschebach, der sowohl im Moderationsteam als auch bei den Teilnehmenden begeisterte. Zum Abschluss singt das ganze Publikum noch ein herzliches „Happy Birthday“ für Karl. Dann ist der Express auch schon an der Endstation angelangt und der fulminante Abend voller Spannung und Poesie endet. Bleibt nur noch die Frage, wie das Literaturcafé wohl seinen 18. feiert. (7/21.03.2010)
Vanessa Engelmann ist Schülerin des 13. Jahrgangs am NGO. |